Meine Lektorin hat nicht immer Zeit für mich. Aus diesem Grunde bleibt so mancher Druck- und Grammatikfehler unentdeckt. Wer einen findet, darf diesen behalten. Bei sachlichen Fehlern wäre es allerdings schön, wenn man mich darauf hinweist.

 

Donnerstag, 23. Mai 2013

Todi, Du bist der Größte!

Wer sich wundert, dass einige Wochen fehlen, dem sei gesagt, dass ich mal wieder bei der Reparatur meines PCs vergessen habe, eine Datensicherung zu fahren (Bei meinem Videoschnittprogramm kann ich keine mp3 mehr einziehen. Auch im Netz finde ich keine Lösung. Wer mir hilft, für den brennt in der Kathedrale meines Herzens für immer ein Lichtlein. Ich habe Pinnacle Studio 9).

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Das Herz ging mir auf, als ich mal wieder – nach langer Zeit – was Gescheites über den Syrienkonflikt las. Dieses Interview von Todenhöfer trifft den Nagel auf den Kopf. Ein Gescheiter gegen die Journaille von reuters, dpa und den nervigen Schlaumeier namens Claus Kleber, der sich besser als NATO-Sprecher bewerben sollte. So langsam sollte sich in unseren Qualitätsverlagshäusern mal die Erkenntnis durchsetzen, dass in Syrien die Bande das Sagen hat, die wir alle bei uns nicht haben wollen. Vielleicht bewirkt der Schlächter von London ein Umdenken. Dem syrischen Volk ist die friedliche Revolution von Katar, Saudi Arabien und Duldung durch die USA gestohlen worden. Freuen kann man sich nur, dass gemessen an unseren Freunden Cameron und Hollande, mit Westerwelle eine Pax Germania erstrahlt. Wenn die Söldnertruppen alle aus Syrien abgezogen würden, wäre dort Ruhe im Karton und die gequälte Bevölkerung könnte aufatmen. Hände weg von Syrien!

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Donnerstag, 23. Mai 2013

Kennedy, ein Prophet?

Ich habe diesen Artikel im Netz gefunden. Leider habe ich keine Kennedy-Stimme in meinem Gedächtnis. Ich habe keine Ahnung, ob das echt ist oder eine Fälschung. Wer die Rede mit deutschen Untertiteln hören will, der wird hier fündig. Für sich genommen, klingt das sehr „verschwörungstheoretisch". Eine Ulmer Gruppe hat das hier mal analysiert und kommt zu einem anderen Ergebnis. Sicher ist, dass diese Rede keine Fälschung ist. Sie dauerte insgesamt 20 Minuten (sie kann hier auf vertrauenswürdiger Seite gelesen und gehört werden. Wenn man geschickt die richtigen Sätze aus dem Kontext nimmt, dann lässt sich ein anderer Anschein erwecken. Ein gutes Beispiel dafür, wie man auch mit Wahrheiten manipulieren kann.
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Aber auch ohne „Richtungsweisung" hebt sich diese Rede von der heutigen Realität wundervoll ab. Kennedy appelliert an die Presse, wahrhaftig zu berichten. Heute kommt aus Amerika die neue Richtung: eingebundener (embeddeder) Journalismus, der das wiederkäut, was das Herrchen will - Joint Vision 2020 heißt das im Orwellschen Neusprech. Die eigene Meinung wird am Counter wohlfeil verhökert.
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Pressefreiheit in Deutschland? Wir sind international um einen Platz gefallen, stehen einen Platz vor Costa Rica und 4 Plätze hinter Jamaika. Und wo sind die USA angesiedelt? Das gelobte Land der Freiheit hat 15 Plätze gutgemacht und rangiert auf Platz 32!! Wenn das der John F. wüsste, wie wenig man sich an seine Rede gehalten hat.
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Zur Realität der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit, wie sie sich 2013 darstellt, werde ich demnächst mal was schreiben. Kein Grund zum Jubel.

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Dienstag, 19. März 2013

Staatenuntergang

Der Bär ist noch nicht erlegt, aber das Fell schon verteilt. Die Skrupellosigkeit des Dollarimperialismus kennt keine Grenzen. Wer nicht ins Schema passt, McDonalds und Coca Cola nicht als Botschafter der segensreichen $-Welt akzeptiert, wird platt gemacht. Die Hinterlassenschaften der Befreier sind verbrannte Erde und anarchistische Zustände. Zum zehnten Jahrestag der amerikanischen Invasion wird kräftig gebombt. In wessen Taschen fließen eigentlich die irakischen Petrodollars? Wer weiß denn eigentlich noch, dass der Soli nicht nur für den Aufbau Ost, sondern auch für die Finanzierung des Krieges Desert Storm genutzt wurde? Das wäre eine schöne 1 Million-Frage bei Jauch!

Der programmierte Untergang von Syrien ist absehbar. Das Land wird von wahhabitischem und salafitischen Terror überzogen, den wir finanzieren und unterstützen. Ja, der gleiche Hollande, der Al Quaida in Mali bekämpft (und da sind wir ja auch dabei) unterstützt diese Bande in Syrien, die dort die Drecksarbeit mittels Autobomben und Kehledurchschneiden betreibt.

Dann tagen die feinen Herren in Istanbul und bestimmen, wer Assads Nachfolger werden soll: ein Amerikaner. Ich nehme an, die Al-Nusra Front ist darüber begeistert. So sieht die Friedensmission eines Friedensnobelpreisträgers aus.

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Montag, 18. März 2013

Die Oinlage sinn sischer

Wie die Prioritäten bei den Eurokraten gesetzt sind, hat der Bund der Kriminalbeamten hier schön beschrieben. Wenn die in Zypern ermitteln wollen, dann geht der Stinkefinger hoch, aber ihre Banksterinstitute dürfen wir retten. Sogar der kleine Mann wird dazu herangezogen. Dieser Kommentar sei mal dem Buchhändler aus Würselen empfohlen, der meint, dass man ab 25.000 Euro reich ist und dann Banken retten darf. Aber darüber habe ich bereits gestern geschrieben. Diese verlogene Politik bringt mich auf die Palme. Die Engländer, die nur noch im Schachern und Fuggern (vornehm, aber unzutreffend: Finanzmärkte) aktiv sind, produzieren ja nichts mehr, leisten sich ihre Steueroasen (Falklands, Jersey, u.a.) nur um den kriminellen Vermögen der Welt Unterschlupf zu gewähren. Wer in der letzten Woche Fernseh geguckt hat, der weiß auch, wie es das Halbstaatsunternehmen VW windig und findig Steuern spart. Nur schade, dass ich mich nicht zum Multinationalen Konzern erklären kann. Die Dummbeutel (Bevölkerung) werden beruhigt und verarscht. „Die Rende sinn sischer" hat der Nobbi einst getönt, aber der hatte da nicht an den Gerd und seinen Freund Carsten gedacht. Für ein Linsengericht, wurde die gesetzliche Rente untergraben. So nachhaltig sind Versprechen der Politiker, bis der nächste Lump um die Ecke kommt und „April, April" ruft. Wer erinnert sich noch an die Szene Merkel/Steinbrück, als beide die Baldriantropfen für den Michel verteilten? „Die Spareinlagen sind sicher" haben die verkündet. Aber das war ein Muster ohne Wert, eine politische Luftnummer par excellence. Ein Ehrenwort der Qualitätsstufe Barschel. Die WELT hat hier mal dargestellt, was die „Einlagensicherung" in Wirklichkeit wert ist: nämlich nichts.

Ich bin mal gespannt, wen der deutsche Sparer im September wählt.

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Sonntag, 17. März 2013

Reichtum beginnt ab 25.000 Euro

So habe ich mir das vorgestellt. „Wenn es nicht für alle reicht, dann müssen eben die Armen ran (Ernst Bloch). Was reimt sich auf Zyprioten? Genau! Die haben gerade eine konservative Regierung gewählt, die auch nichts besseres zu tun hat, als ihrem Volk erst mal kräftig dafür in die Fresse zu hauen und dann aber sofort die Hosen voll hat. Ja, so ist das im Kapitalismus. Was die großen Verbrecher versaubeuteln, müssen die Kleinen auslöffeln und wer so eine Bande dann auch noch wählt, der braucht sich nicht darüber zu wundern, dass es so ist, wie es ist: Der Kleine soll 6,75% (bis 100.000 Euro) Zwangsabgabe zahlen und die richtigen Vermögen (mehrheitlich natürlich unversteuertes Geld) kommen mit lächerlichen 9,9% davon. Das ist der reinste Hohn.

Interessant war für mich zu erfahren, was der Buchhändler aus Würselen unter Reichtum versteht. Der hatte auch nichts besseres zu tun, als sich mit diesem Blödsinn in die Schlagzeilen zu schleimen. „Grundsätzlich sei die Beteiligung von Bankkunden aber richtig. Es könne nicht sein, dass wie bisher am Ende immer der Steuerzahler gerade stehen müsse - auch angesichts riesiger Bankeinlagen ungeklärter Herkunft". Das ist ja ganz toll Herr Schulz, der dann auch sofort als Freibetrag die ungeheuere Summe von 25.000 Euro ins Spiel bringt (das entspricht knapp zwei Vorträge von Peer). Das sind keine Kleinanleger, das ist Pillepalle. Auch sind die Kunden der Bank nicht die Eigner der Bank! Die sozialdemokratische Lösung: Man traut sich mal wieder nicht an die Großen, sondern nimmt es lieber von den Kleinen. Für diese originelle Lösung muss man Parlamentspräsident sein. Gerade eben habe ich noch folgende Presseerklärung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter gelesen. Respekt für den Mut, dies zu veröffentlichen (wenn das kein Ärger gibt?) und eine Anregung an den "Sozialdemokraten" aus Würselen: Vielleicht sollte man sich zuerst den Verbrechern annehmen, bevor man unbescholtene Bürgern zur Kasse bittet. Kümmern Sie sich mal besser um die Gläubiger, bevor man idiotische Vorschläge macht! 

Ich bin mal gespannt, wie unsere Volksaktionäre und Reichen im September wählen.
Prof. Schachtschneider ist einer der wenigen Klartextredner. Warum hört keiner auf ihn? Indignez-vous! schrieb Stéphane Hessel. Wer sich Jauch heute Abend schenken will, dem sei dieses Interview empfohlen.

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Samstag, 16. März 2013

Bürgschaft für Unbekannte

Nehmen wir mal an, ein Familienmitglied wäre in finanziellen Schwierigkeiten und würde uns bitten, eine Bürgschaft abzugeben. (Meine Oma hatte das mal für ihren Bruder in den Zwanziger Jahren gemacht und ihre Erfahrungen waren nicht so positiv, also Holzauge!). Aber wir sind jetzt gnädig und möchten da helfen. Wenn wir dann auf die Frage „wem schuldest Du Geld?" ein „Geht Dich nichts an" hören, dann wird kein Privatmann der Welt bereit sein, eine Bürgschaft einzugehen. Das heißt, in der normalen Welt würde niemand für jemanden bürgen, wenn er die Gläubiger nicht kennt. Wieso erlaubt sich dann eine Kaste, die vorgibt, in unserem Interesse zu handeln, genau das Gegenteil zu tun, was kein Mensch in der Welt tun würde? 

Aber exakt tun das unsere Politiker: sie geben eine Bürgschaft in immenser Höhe ab und auf die Frage: "Wer sind denn die Gläubiger, an die wir notfalls zahlen sollen?", kommt Schweigen im Walde. Dann heißt es nicht „das geht Dich nichts an" sondern wird elegant auf ein Bankgeheimnis, die Märkte (wen ich das schon höre, schwillt mir der Kamm) und bla-bla-bla verwiesen. Das muss man sich mal vorstellen. Der Steuerzahler bürgt und er weiß nicht mal für wen. Ist es vielleicht für den Notgroschen vom berühmten armen Mütterlein, oder eher die Waffengeschäfte der Warlords, die Rauschgiftgelder oder Vermögen der russischen und italienischen Mafia? Wenn nicht endlich mal die Gläubiger ins Licht gezogen werden, ist weder ein Schwarzgeld-Zypern, noch der Euro zu retten. Jeder Schuld steht ein gleich großes Geldvermögen gegenüber. Man kann die Schuldenkrise auch Vermögenskrise nennen und von dort - und nur dort - kann das Problem gelöst werden. Dem Schuldenabbau, das schöne Wort, das allen so gefällt, steht ein Vermögensabbau gegenüber. Die andere Seite der gleichen Medaille, aber da höre ich nichts. Bei wem soll das Vermögen abgebaut werden? Schuldenabbau und Vermögensabbau bedingen einander. Wann endlich wird das Problem mal von dieser Seite angegangen? Die Bürgschaft von Schiller hat ein Happy End, aber unsere? Da sieht es eher nicht so rosig aus. Bei dem Personal, das uns angeblich vertritt, sehe ich schwarz. Am Ende müssen 95% leiden, damit es 5% gut geht. Das war schon in sämtlichen Kriegen so.

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Dienstag, 12. März 2013

Neue Rubrik: Hoax

„Aus gegebenem Anlass, ..." ist eine gern genutzte Floskel, wenn man entweder Ross und Reiter nicht kennt, oder diese nicht nennen will. Der Rhetoriker nennt das Pseudoreferenz. Mein gegebener Anlass war, als binnen einer Woche der ansonsten von mir geschätzt Christoph Hörstel auf zwei Internetfälschungen (Hoax) rein fiel und als ich ihn auf eine davon aufmerksam machte, dieser sehr unwirsch reagierte. Den Begriff „Beratungsresistenz" will ich nicht bemühen. Deshalb habe ich gedacht, schreib etwas über Fälschungen, die zahlreich im Internet oder in unseren Köpfen kursieren. Heute fange ich an mit zwei Zitaten. Das erste wurde Kurt Tucholsky zugeschrieben und das zweite C.F. Weizsäcker. Also in der neuen Rubrik weiterlesen.

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Montag, 11. März 2013

Campusbahn = Campuswahn

Meine Selbstverpflichtung (ich will nicht alle meine Sozialkontakte auf Null fahren) ist, nicht aus dem engeren Umfeld zu berichten, aber dieses spektakuläre Ereignis verdient Beachtung. Für uns Dürener (wenn ich das mal als Exilpfälzer für mich vereinnahmen darf) sind die Aachener ein besonderes Völkchen. Sie reden nicht nur in einem merkwürdigen Singsang, begrüßen sich mit dem Klenkes, sondern wollen durch ihren Karlspreis und dem Orden wider den tierischen Ernst mit aller Gewalt auffallen. Das Schimpfwort „Kaiserstädter Printenfresser" charakterisiert treffend die Großmannsucht, zu der auch das Reitturnier CHIO bestens passt. Anmerkung am Rande: Heinrich Heine hat in Deutschland, ein Wintermärchen Aachen treffend beschrieben:

Zu Aachen, im alten Dome, liegt Carolus Magnus begraben.
(Man muss ihn nicht verwechseln mit Karl Mayer, der lebt in Schwaben.)
Ich möchte nicht tot und begraben sein als Kaiser zu Aachen im Dome;
Weit lieber lebt ich als kleinster Poet zu Stukkert am Neckarstrome.

Zu Aachen langweilen sich auf der Strass die Hunde, sie fleh'n untertänig:
Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird vielleicht uns zerstreuen ein wenig.

Aachen ist immer was besonderes. Eigentlich heißt die Stadt ja Bad Aachen, aber dann wäre man im Städteverzeichnis nicht mehr Erster und das wäre ein No-Go.

In Aachen liebt man immer das besondere. Da hängt man auch mal eine Postkutsche ans Rathaus und in demselben gibt es einen Stadtrat, der den Aachenern, oder besser: den Öcher verschreibt, was ökologisch sinnvoll ist. Zuerst hat die Allianz Rotgrün vor Jahren den Autoverkehr zum Erliegen gebracht. Die hat man dann abgewählt, aber da die Schwarzen auch ziemlich grün angestrichen sind (Großbürgerliches Ökoklientel), blieb das nach dem Wechsel auch weiter so. Irgendeiner war dann der Meinung, dass man die Straßenbahn wieder ins Stadtbild bringen sollte und dies wurde fast einstimmig so beschlossen mit CDU, SPD, Grüne, Linke und UWG. Nur die FDP war dagegen. Wenn ein Projekt so viele Befürworter hat, dann wird es auch billig gerechnet (man kennt das von BER oder Stuttgart 21). Als zugegebene Kosten wird eine Viertelmilliarde(!!) Euro genannt. Pro Öcher Kopf (inkl. Kleinkinder und Greise) sind das quasi stolze 1000 Euro zugegebene Startkosten. Dank einer Bürgerinitiative, die sich sinnigerweise Campusbahn=Größenwahn nennt, wurde eine Abstimmung über diesen Unsinn erzwungen und der ging am Sonntag herrlich vernichtend aus: 2/3 der Bürger haben sich dagegen ausgesprochen. Da sieht man mal wieder, wie weit die Ratsvertreter vom Bürgerwillen entfernt sind.

Jetzt einen der blödesten Begriffe der Politik namens „Populismus" mal richtig angewandt: Ich würde mir mal wünschen wenn Politik sich populistisch und nicht elitär ausrichten würde. Der Beppe Grillo ist ein Populist - großartig und erfolgreich. Chavez war auch ein Populist, der viel für sein Land getan hat. Wenn Politik nicht das Vertrauen der Märkte, sondern das der Bürger in den Vordergrund stellen würde, dann wäre schon viel getan.

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Sonntag, 10. März 2013

Die Menschenverachter

Jeder Personenkult ist mir zuwider. Wahrscheinlich kommt der aus dem Katholizismus, denn da wird ja alles Heilige angehimmelt, ein Stück Holz als Reliquie und ein Stück Leinen als Grabtuch verehrt. Ab Dienstag wird wieder so einer gewählt, der dann mit roten Schühchen in einer südeuropäischen Hauptstadt rumhüpft und behauptet, der Stellvertreter Christi zu sein. Alle Nonnen werden dann beim Anblick der neuen Lichtgestalt ganz feucht im Schritt. Der Kathole braucht das.

Da Venezuela auch ein katholisches Land ist, haben die jetzt den Chavez zum Heiligen erklärt und huldigen dem lokalen Personenkult.

Zweifellos hat Chavez für das Volk dort etwas getan. Diesen Eindruck hatte ich auch, aber die Studenten in Merida sahen das etwas differenzierter. Chavez war ein Chaot, aber keiner, der sein Land an die amerikanischen Gesellschaften verkauft hat, wie viele der anderen Diktatoren in Lateinamerika und Afrika. Zum Trauerzug wurde keiner gezwungen und die Menschenmassen, die da auf der Straße waren, schienen unendlich.

Ein Mensch verdient Respekt. Mich ärgert es, wenn ausländische Zeitungen meine geliebte Kanzlerin mit Hitlerbärtchen karikieren und jemand, der außer Sparkassendirektor, jetzt Kanzler werden will, den Wahlsieger in Italien als Clown apostrophiert. Der eigentliche Hammer geht aber von dem Drecksblatt namens BILD aus. Diese Schlagzeile gehört dem Chefredakteur links und rechts um die Ohren gewickelt. Aus dieser Schlagzeile spricht pure Menschenverachtung. Wer seinen Staat nicht den westlichen Konzernen zum Fraß hinwirft, der ist ein Irrer. Die BILD-Redaktion selektiert an der selbst gebastelten Rampe der Hybris die Irren der Welt. An dieses Pack mal den Hinweis auf Matthäus 7, Vers 3 bis 5. Aus dem gleichen Haus das andere Organ, namens DIE WELT, nicht ganz so schlimm, aber doch deutlich. Nebenbei, für mich als Republikaner hat ein frei gewählter Staatschef einen anderen Stellenwert als ein von „Gottesgnaden" eingesetzter Nichtsnutz. Auf mehr Gehirn gibt es auch beim Tagesspiegel keinen Hinweis. Diese Schlagzeile ist nicht viel besser. Chavez hat für sein Land mehr getan, als unsere Bankster und „Eliten" wie Middelhoff, Ackermann, Esser, Gribkowsky, Esch nur um die zu nennen, die mir gerade so in den Kopf kommen. Von dieser Sorte lassen sich leicht lange Listen erstellen. Warum kein ordentlicher Bericht, wie hier aus der Schweiz, oder den sogar der Kölner Stadtanzeiger hin bekommt.?

Das menschenverachtende Pack sitzt in besagten Redaktionsstuben. Ihre Vorbilder scheinen Hugenberg und Freissler zu sein. Deren Vokabeln waren neben Volksschädlinge auch Irre. Wer nicht so tickt, wie es den Drecksblättern gefällt, der wird zum Irren gestempelt - das nennt man heutzutage Journalismus.

P.S. Vielleicht spricht es sich bis zu diesen verkommenen Gestalten in den betreffenden Verlagshäuser durch: Da ist ein Mensch gestorben.

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Freitag, 08. März 2013

Koniferen nach Berlin

Wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Mehdorn her. Bei Fußballtrainern ist es ähnlich. Wegen Erfolglosigkeit fliegen sie und tauchen kurze Zeit später wieder wo anders auf.

Jetzt ist dieses Multitalent berufen, den Skandalflughafen Berlin in die Gänge zu kriegen. Wenn der kommen muss, dann ist wirklich Matthäi am Letzten. Bei diesen Leuten kann man sich nur wundern. Die tauchen irgendwo auf, schmeißen erst mal einen Haufen Leute raus, entwickeln ein paar Schnapsideen und bevor es schlimmer kommt, sind sie wieder weg. Dessen „Leistungen" haben sich mir noch nicht erschlossen und statt zu langweilen verweise ich jetzt auf den Postillon, der die gleichen Gedanken hat, aber sie natürlich viel besser formulieren kann. Viel Spaß dabei, mir hat dieser Artikel Lachfalten erzeugt.

Als Mehdornkenner antizipiere ich mal seine kommenden Taten:
1) Der Brandschutz wird runtergefahren, weil keine Klimaanlage installiert wird. Die waren schon in den ICE-Wagen überflüssig.
2) Dann werden sämtliche Infotafeln als Werbeflächen vermietet und mit einem Aufkleber versehen: „Bitte achten Sie auf die Lautsprecherdurchsagen".
3) Hinweisschilder auf die Flugsteige bedarf es auch nicht, da in Zukunft jedes Flugzeug dort hält, wo gerade Platz ist.
4) Verspätete Abflugszeiten werden nachträglich zu Regelabflugszeit erklärt. Dadurch wird BER weltweit der erste Flughafen mit Null Prozent Verspätung sein.
Dies alles werden wir dem großen Meister verdanken, der hoffentlich noch bei so guter Gesundheit ist, dass er die Eröffnung noch erleben wird.

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Abgelegt unter: Mehdorn

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