Beiträge zum Stichwort »Afghanistan«

Montag, 17. Dezember 2012

Stüü-hüle Nacht, Herr Präsident

Ich habe mir schon bei meinen Schutzmännern Unmut eingefangen, da mir der ganze Weihnachtsrummel gewaltig auf den Sack geht. Am Heiligabend sind alle Frauenhäuser bis zum Bersten gefüllt, weil der Psychodruck des besinnlichen Festes so gewaltige Erwartungen erzeugt, dass der Kessel zwangsläufig platzen muss. Ich kenne viele, die am liebsten die Flucht antreten würden, aber so diktiert „das Fest", dass gestresste Menschen mit anderen gestressten Menschen besinnlich zusammen sitzen müssen. Ich selbst hatte mal einen Bekannten, der knallte sich regelmäßig an Weihnachten so zu, dass er um 16 Uhr so knülle war, um den „Heiligen Abend" nicht mehr zu erleben. Das war nur für das Kind und die Frau ein Problem und viele meiner Freunde bewunderten dieses konsequente Verhalten. Mit 20 probierte ich mal eine Aktion „Scheiß-Weihnachten" und wollte partout ausgeblasene Ostereier an den Weihnachtsbaum hängen, das brachte mir aber gewaltigen Unmut ein und meine Mutter war kurz vorm Kollaps und der Heilige Abend konnte geknickt werden. Ab dann habe ich mich in das Weihnachtsschicksal gefügt. Die schönsten Weihnachten waren für mich, als ich so mit 13 ein Monopoly geschenkt bekam und die ganze Verwandtschaft drei Tage lang nur gezockt hat. Das letzte richtig schöne Weihnachtsfest war vor drei Jahren auf einem Kibbuz in Israel. Eine ältere Dame, die rechtzeitig aus Deutschland emigriert war, erzählte ihr Leben und anschließend tranken wir einen schönen Rotwein - ohne Gebimmel und Gedudel. Herrlich entspannt.

Das interessiert wahrscheinlich einen Toten, aber es muss auch mal für die Nachwelt geschrieben werden. Jetzt aber zu etwas anderem. Wir saßen neulich so zusammen und überlegten, wer von den wichtigen Leuten der Regierung wohl dieses Jahr wieder nach Afghanistan jettet. Die Antwort kam heute in Form einer Eilmeldung, dass unser Freiheitspräsident mit seiner Lohe nach Afghanistan gereist ist. Sehr originell. Bei Gutti hatte man damals noch gefragt, was da seine Alte dabei sucht (so schnell ändern sich die Werte) und mittlerweile ist es ganz selbstverständlich, dass er Frau Schrat (oder so ähnlich - ich hatte als Kind immer Hörzu gelesen) im Schlepp hat (Beamtenrechtlich würde mich schon interessieren, wer die Hinterbliebenenpension im Falle seines Abnippelns bekommt, denn dieser Herr ist ja nicht geschieden). Diese Meldung ist so originell, wie die Nachricht vom umfallenden Sack Reis in China. Wenn ich diese trotzdem hier erwähne, dann nur weil mir die Leserbriefe zu diesem Artikel sehr gut gefallen haben. Meiner wurde leider nicht veröffentlicht. Sinngemäß schrieb ich, dass die Bewaffnung der Taliban mit Boden-Luft-Raketen so miserabel sein muss, sonst würde das ganze Politgesindel, das jetzt meint noch billige Effekthascherei betreiben zu müssen, mit dem Arsch daheim bleiben. Schon sehr heldenhaft, auf ein geschütztes Transportflugzeug der Bundeswehr zu verzichten. Chapeau Mr. Präsident! Wie toll hätte ich es gefunden, wenn er abends am Lagerfeuer mal den Taliban so erzählt hätte wie das mit der Freiheit so geht.

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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Afghanistan, für nix und wieder nix

Afghanistan ist aus dem Fokus. Es kamen schon lange keine Särge mehr. Die Bundeswehr igelt sich dort ein und verlässt nicht mehr das Lager. So quasi wie ein all-inclusive Feriendorf in der Dominikanischen Republik. Alles schön eingezäunt, bei guter Verpflegung und kein Kontakt zu der Bevölkerung jenseits vom Zaun. Da kann man natürlich auch als Politiker oft hinfliegen und den empathischen Max spielen. Wer gestern Abend „Auslandseinsatz" nicht gesehen hat, der hat einen großartigen, leicht akademischen, Film versäumt. Da bin ich trotz großer Müdigkeit nicht eingeschlafen. Das war ganz großes Theater, das in der Struktur an die klassische griechische Tragödie erinnert hat.

Im Anschluss dann die Anne Will, die über die Sinnhaftigkeit des unsinnigen Afghanistaneinsatzes palaverte. Interessant das Podium: der Verteidigungsminister, der natürlich nur positives sieht, ein katholischer Militärpriester, der das Tötungsgebot der zehn Gebote relativiert (pfui, Pfaffe!), eine Ex-Soldatin, die „nur" über die traumatischen Folgen referierte, was nicht das Thema war und der GRÜNEN-Abgeordnete Omid Nouripour, ein U-Boot in gleicher Qualität wie der Özdemir, der es schon zum Young-Leader in der Atlantikbrücke gebracht hat. Grauenhaft, wie die GRÜNEN schon unterwandert sind. Der einzige mit einem ordentlichen Standing war Jürgen Todenhöfer.

Bravo an Eugen Drevermann, der hier Klartext redet. Dass man einem solchen Christen die katholische Lehrbefugnis entzieht, stimmt nicht Wunder. Ja Markus B., es gibt auch Christen, die ich als Ungläubiger respektieren kann.

Fazit: die Qualität unserer Palavershows sind an Niveaulosigkeit vielleicht noch zu überbieten, aber an politisch korrekter Langweile nicht. Dagegen ist mittlerweile eine Debatte Obama - Romney ein intellektuelles Highlight. Und noch was: für meine Traumatisierung, die durch den Anblick des Podiums entstanden ist, interessiert sich mal wieder kein Schwein.

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Freitag, 16. März 2012

Schlimmer geht’s nimmer

Erst erfindet man einen Präsidenten für Afghanistan, der genau das macht, was der Westen will, nämlich den Westen um Hilfe zu bitten, um einen irrealen Krieg gegen einen irrealen Feind zu führen und dieser Präsident schnappt jetzt nach seinem Herrchen und bittet die Freunde vor die Tür. Das soll jemand mal verstehen. Afghanistan hatte einen Olympiateilnehmer und deswegen war dieser Präsident auch in Peking, während seine Landsleute sich die Köppe einschlugen und er galt als der bestangezogenste Staatspräsident und jetzt auf einmal das? Ja, da stehen jetzt die Helfer, die keiner mehr will, eigentlich niemand je mochte und sind ratlos.

P.S. Wer ist eigentlich Außenminister und was macht der eigentlich?

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Sonntag, 11. März 2012

WIE LANGE DENN NOCH?

Es ist einfach skandalös. Von mir aus können die dem Wulff Kekse in den Arsch schieben. Das sind alles Peanuts im Vergleich zu der unsinnigen never-ending story, die sich in Afghanistan abspielt. Keiner will dort diese Kaugummiboys (hätte man vor 50 Jahren geschrieben) und andere westlich dekadente Soldaten haben und schon gar nicht, wenn diese Korane verbrennen oder durchgeknallt Leute abknallen. Wenn schon der Operettenpräsident den Abzug fordert, dann wird es höchste Zeit.

Diesen Petersberg-Prozess hat Milliarden umverteilt, wenn nicht sogar Billionen, die vom Steuerzahler zur Waffenindustrie und zu den Warlords geflossen sind - unter maßgeblicher Mitwirkung des genialen Staatsmannes Joseph Martin Fischer, genannt Joschka. Für das einfache Volk in Afghanistan blieb nichts - nur Blut. Mich kotzt an, wenn die Sonntagsreden u.a. der Holocaustindustrie dem deutschen Volk die Schuld für alles Beschissene des zwanzigsten Jahrhunderts in die Schuhe schieben und das gleiche Volk nicht irgendwann den einzig wahren Schluss zieht und das Töten für immer einstellt. Das war auf dem Balkan falsch, was so langsam rauskommt und „nichts ist gut in Afghanistan", wie die Käßmann schon früh festgestellt hat. Jetzt will sogar unsere Qualitätskanzlerin den Abzugszeitplan verändern. Haben wir so eine beschissene Regierung verdient? Wahrscheinlich ja.

Kriege werden durch Medien vorbereitet (siehe jetzt in Syrien) und bewertet. Die Medien bestimmen, wer Schuft und wer Held ist. Wahrheit gibt es nicht. Auch für Fälschungen kann man den Purlitzer Preis bekommen, wie hier gezeigt wird.

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Samstag, 18. Februar 2012

Unsere Operettenpräsidenten sind nicht lieb, aber teuer

Unser Operettenpräsident Nummer 1 bekommt seinen Ehrensold (dafür hat sich unsere Qualitätskanzlerin eingesetzt - ist ja auch nicht ihr Geld) für 598 Tage im Amt. Nach der aktuellen Sterbetafel lebt der noch 28 Jahre und seine Olle danach noch 17,3 Jahre. Jetzt kann jeder ausrechnen, dass dieser Parvenu den höchsten Stundenlohn hatte, der jemals in Deutschland von der öffentlichen Hand bezahlt wurde. Ich komme so auf etwa 13.000 Euro.

Wesentlich teuerer kommt uns aber ein anderer Operettenpräsident zu stehen, der hier abgebildet ist. Da kann man noch ein paar Nüllchen dranhängen.

Interessant ist, wenn man unsere politische Haltung zu Afghanistan mit der zu Syrien vergleicht. Da fließen die Krokodilstränen und das Bundesministerium für Betroffenheit und Entrüstung kriegt sich nicht mehr ein, weil Assad ja das „eigene" Volk beschießt. Das hat aber unser Operettenprinz Nummer 2 nicht nötig: er hat dafür die Amis und u.a. auch unsere Bundeswehr, die die Drecksarbeit für ihn erledigen. Spaßig wiederum ist, dass wir in Afghanistan den Terror in Gestalt von Taliban und Al Kaida bekämpfen, genau wie Assad, aber der muss irgend etwas falsch machen, was ich bis jetzt noch nicht durchschaut habe, denn im Gegensatz zu uns, darf der das nicht. So ist das eben: wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

In Afghanistan legen wir doch alles um, was nicht für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte ist und in Syrien setzen wir alles daran, dass ein laizistischer Staat abgeschafft wird und die Wahabiten an die Macht kommen. Assad hat es verkackt, weil er in Ahmadinedschad nicht den Teufel sieht, mit dem man nicht paktieren darf, aber unser Operettenpräsident Nummer 2 darf das ungeniert tun. Kapiert das jemand? Ich muss ehrlich sagen, ich nicht.

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Sonntag, 29. Mai 2011

Merkel „schockiert und traurig“

Bei solchen Meldungen käme mir das Essen hoch. Deshalb nach dem Essen keine News googeln! Da schreibt das Qualitätsblatt „FOCUS" über die Qualitätskanzlerin folgende Meldung: „Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte das Attentat als „mörderische Menschenverachtung". Sie sei „schockiert und traurig", teilte Merkel mit. Den Angehörigen der Toten gelte ihr aufrichtiges Mitgefühl, den Verletzten wünsche sie von Herzen eine baldige und vollständige Genesung. Die Bundeskanzlerin forderte eine gründliche Untersuchung des Attentats durch die afghanischen Behörden, damit die Schuldigen so rasch wie möglich zur Rechenschaft gezogen werden können."

Schön, dass unsere Bundeswehr, die Heimatarmee der Afghanen, da unten nur mit Wattebäuschen wirft und mit den brunnenbebohrten, cocacolabegeisterten Jugendlichen nur „Alle meine Entchen" singt, das der böse Taliban sofort abknallt, und nur noch das Schwänzchen in der Höh' bleibt.

Wenn sich diese anfängliche Wut über diese Aussage mal gesetzt hat - und dazu braucht man seine Zeit - dann muss man tief durchatmen. Solchen Schwachsinn kann man nicht verdauen. Diese bigotte Pfarrerstochter, die sich über den Tod von Menschen freuen kann und jetzt diese Scheiße „verlautbart", - nee ich schreibe es nicht - die geht bei mir in die erlebte Geschichte „Bundesrepublik Deutschland" als die Kanzlerin ein, bei der ich mich frage, ob es vielleicht Gott doch gibt, und der uns jetzt mit dieser Vettel Dame für alle Sünden bestraft, die das deutsche Volk der Welt in seiner ganzen Existenz je angetan hat. WAS TUT UNSERE BUNDESWEHR DA UNTEN? Bekämpft die Bankster hier in Deutschland, dann habt ihr für den Weltfrieden tausendmal mehr erreicht. Wenn mich eine gute Fee fragen würde, „Du hast einen Wunsch frei: Würdest Du lieber dem Middelhoff oder dem Bin Laden eine in die Fresse hauen?" Dann fiele mir die Antwort nicht schwer. Zu guter letzt: Unsere Bundesschwuchtel muss seine geistige Notdurft, wie ein Hund, dazu dann auch noch verrichten. Aus verständlichen Gründen nenne ich jetzt keine Quelle, denn wegen diesem Arschloch will ich nicht belangt werden. (Nebenbei: Gruß an die Herren in Dortmund, die beruflich immer gerne meine Website lesen). Hier auch ein schöner Leserbrieftext zu oben zitierten Artikel: Hilfe, der Feind wehrt sich. Wie traurig und schockierend. Die Sprüche sind seit Generationen die gleichen: "Wir trauern mit den Angehörigen...verurteilen die feigen Mörder...wir müssen jetzt erst recht weitermachen, damit der Tod unserer Gefallenen nicht umsonst war...für Deutschland." Wie erbärmlich.

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Montag, 10. Januar 2011

Pilgerfahrt nach Kabul

Als kleener Fetz (kölsch für kleiner Junge) gab es bei uns im Dorf den Knoddel-Heiner, der die Pferdeäpfel einsammelte und sie als Dünger verwertete. Außer seinem sehr sozialprestigeträchtigen Job gab es etwas, was ihn im Dorf auszeichnete und jeder ihm deswegen Respekt zollte: er war als Pilger in Jerusalem. Daran musste ich denken, als ich diesen Artikel las. Wenn also die Umfragewerte im Keller sind, jeder nur noch denkt, was will dieser Arsch, dann ist es Zeit nach Jerusalem Afghanistan zu fliegen und den Segen des Westlichen-Werte-Gotts zu holen. Dann erlässt man noch 17 Mio. Dollar Schulden (der Operettenpräsident Karsai konnte sich dadurch bestimmt anschließend mal wieder ein warmes Süppchen leisten) und das gute Werk ist vollbracht. Dann schnellen die Umfragewerte nach oben (denken die) und alles ist wieder gut. Nichts ist gut in Afghanistan. Na, der nächste Gast ist ja schon avisiert. Und unter uns: Die Soldaten saufen doch lieber mit ihr als mit dieser Schwuchtel Lichtgestalt, oder?

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