Beiträge zum Stichwort »Papst«
Dienstag, 12. Februar 2013
Heiliger Stuhlweggang
Das mit dem Glauben ist so eine Sache. Glauben muss ich ja nur, wenn ich etwas nicht weiß. Dass das Weltall ein hyperbolisches Paraboloid sein soll, das kann ich entweder glauben, oder es sein lassen. Egal für welche Alternative ich mich entscheide, es interessiert niemanden und ich muss da nichts. Mir schreibt auch keiner vor zu glauben, dass die Erde eine Scheibe ist. Gott sei Dank (hähä). Wenn mir mein Glaube verbietet zu tanzen, dann nur deswegen, weil ich glaube, schlecht zu tanzen. Damit ist das Thema Glaube schon abgefrühstückt. Der Sprung in die nächste schizophrenetische Ebene habe ich nicht geschafft: Da muss man etwas glauben, was es gar nicht gibt. Das heißt dann Gott und über dessen Wesen, Wollen und Können, ereifern sich seit Menschheitsbeginn Milliarden von, vom Schöpfer geschaffene, Wesen und schlagen sich darüber gegenseitig den Schädel ein. Dieses Religions-Gen fehlt mir vollkommen und die notwendige Toleranz dafür muss ich immer schwerer aufbringen und geht mir dann vollkommen ab, wenn jemand mit Allahu akbar einem anderen die Kehle durchschneidet.Bei uns ist die Macht der Kirche seit der Aufklärung nicht mehr so spürbar und über den Stellvertreter Christi auf Erden kann man schon mal was sagen, was nicht direkt zum Scheiterhaufen führt. Aber man soll auch wissen, dass unsere Religion sich nicht mit Toleranz und Nächstenliebe, sondern mit dem Schwert ausgebreitet hat. Wer sich auf den Petersplatz stellt, der kann erahnen, welche triumphale Machtfülle von dort einst ausging. Wenn da heute ein klappriges Ratzingerle steht, dann wird das dem Auftreten der Päpste in der Vergangenheit nicht ganz so gerecht. Der Vatikan war keine Seniorenresidenz für demente Greise, wie er sich heute für uns darstellt.
Bei aller Kritik an dem Religiösen, finde ich den Rücktritt von unserem Papst (übrigens: er hat am Samstag Namenstag: da ist der Sechzehnte - Kalauer aus) beachtenswert. Unser Hitlerjunge Joseph hat einen formidablen Abgang hingelegt. Chapeau, Herr Ratzinger.
Samstag, 29. Dezember 2012
Tattern aus Rom
Manchmal kommen mir so Dinge in den Sinn, wie „was würdest Du machen, wenn ...". Vor allem dann, wenn Dinge nicht so klappen, wie ich mir das vorstelle. Da bin ich schnell dabei, mal zu überlegen, wie man die KFZ-Zulassungsstelle besser organisieren könnte, während ich da fast eine Stunde warte, bis mir Eine ein Etikett mit der neuen Adresse auf den KFZ-Schein pappt.Ich bin ein Fan von Urbi et Orbi. Das gucke ich mit Begeisterung, weil ich dann wieder fassungslos den Kopf schütteln kann. Zuletzt bewegte mich dann die Frage, ob dieser weltgrößte und älteste multikulturelle Konzern, namens Katholische Kirche, nicht besser beraten wäre, wenn die Konzernlenker nicht aus Tattergreisen bestünde. Man sollte wissen, dass Senilität nicht immer Auswahlkriterium war. Mit Johannes XII, war auch mal ein Minderjähriger auf dem Thron. Seine Amtszeit betrug allerdings nur 8 ½ Jahre. Über die Todesursache gibt es zwei unterschiedliche Versionen: Nach der wohl bekanntesten soll er während des Geschlechtsaktes mit einer römischen Aristokratin von deren eifersüchtigem Ehemann überrascht und mit einem Hammer erschlagen oder so schwer verletzt worden sein, dass er daran starb. Einer anderen Version zufolge traf ihn ein Gehirnschlag, als er in der Nähe von Rom einer verheirateten Frau nachstellte. Ja, da war noch Leben in den heiligen Lenden.
Im Kampf um die Marktanteile der Jenseitsversprechungen macht jedenfalls der Vatikan keine gute Figur. Wenn der Greis mit zittriger Stimme das „Ende des Blutvergießens in Syrien" fordert, dann kann ich mir so richtig vorstellen, wie den Dschihadisten in Syrien vor lauter Betroffenheit die Kalaschnikow aus der Hand fällt. Ja mein lieber Herr Ratzinger, das sollten Sie schon als Hitlerjunge gelernt haben, dass so etwas den Feind nicht wirklich beeindruckt. Wie hätte unsere Torwartikone Kahn gesagt: „Ihm fehlen die Eier". Der heilige Vater hat die für November geplante Delegation des Vatikans nach Syrien abgesagt. Über das Warum darf spekuliert werden. Meine Version, und die sollte so lange Bestand haben, bis sie durch eine plausiblere ersetzt wird, ist die, dass der Vatikan sonst hätte Farbe bekennen und erklären müssen, dass die Räuberpistolen, die in unseren Medien stehen, nicht wahr sind. Er hätte zu den Christenverfolgungen und Ermordungen etwas sagen müssen und das hätte nicht in die Eroberungsstrategie der NATO gepasst. Also abducken. Lieber warme Worte, die niemanden weh tun, als klare Kante gegen Völkermord und Verfolgung. Kein klares Wort gegen unsere arabischen Ölfreunde, die Christen verhaften, weil wir ja weiterhin unsere Panzer dort verkaufen wollen. Also ich sage Euch, wenn ich Christ wäre, hätte ich mich schon geharnischt bei meinem Chef beschwert.
Mittwoch, 14. September 2011
Heiliger Strohsack
Jetzt kommen wir auch noch in den Bundestag (Wir sind Papst). Von Marketing versteht der größte und älteste multinationale Konzern namens Katholische Kirche" wirklich was. Sie bietet ein Produkt an, das man erst nach dem Tod bekommt, kassiert aber bereits vorher mal mehr und mal weniger brutal ab. Vor 500 Jahren, als das Christentum so alt war, wie der Islam heute, ging es da ganz munter zur Sache. „Ab dem 16. Jahrhundert gab es verbunden mit dem Kolonialismus der Weltmächte auch eine Verbindung zur Ausbreitung des Christentums. Missionare zogen mit Händlern und Soldaten und waren in manchen Fällen auch an der Ausbeutung, Unterwerfung, Zerstörung von Kulturen, Verletzung der Menschenrechte und Menschenwürde beteiligt." So steht es hier. Der Dreißigjährige Krieg war der Höhepunkt der christlichen Nächstenliebe. Nur ein Drittel der Bevölkerung überlebte die Massaker der Gotteskrieger. Dagegen war Neinelewwen ein Kindergeburtstag.Jetzt soll einer, der mit roten Schühchen in Rom rumhüpft und vorgibt, Gottes Stellvertreter zu sein, im Bundestag sprechen? Der hat da nichts verloren. Hochachtung vor denen, die dann „auswandern". Traurig - und da sieht man die Verkommenheit dieser Partei in aller Tragik - dass die FDP drin bleibt. Was hatte diese Partei mit ihrem Kirchenpapier 1974 für tolle Ansätze. Das war noch was anderes als die Mehrwertsteuersenkung für Hoteliers.
Es wäre für die Welt wahrscheinlich von Vorteil, wenn diese Betbrüder allen Kalibers für immer ihr Unwesen einstellen würden. Aber nein, es kämpfen weiter die Gläubigen gegen die Ungläubigen und umgekehrt. Ich will keine Muftis, Schamanen, Lamas, Kaiphasse u.ä. im Reichstag sehen, also auch keinen Papst. Ende im Gelände.
Anlässlich des Deutschlandbesuches melkt der Bruder gleich mit ab: mit diesem gehaltvollen Buch, das die Welt bestimmt nicht braucht. Sein namensgleicher Grossonkel hat da noch mehr drauf gehabt und war nicht zimperlich, wenn es um die Juden ging. Ja, ja, die Familie Ratzinger. Aber er sieht doch so putzig aus unser Schorsch, oder nicht?
Samstag, 15. Januar 2011
Wenn ein Kommunist mit roten Schühchen flieht
Da flieht doch tatsächlich ein lange von der EU gepäppelter Diktator und dann kommen aus dem Munde von Mutti die dummen Sprüche ("Gehen Sie auf die protestierenden Menschen zu und führen Sie wirkliche Demokratie ein"). Warum erst immer anschließend? Dieser Artikel wurde 2006 geschrieben, da gab es die Merkel und die EU schon länger. Alle Diktatoren sind gut, wenn sie ihr Volk im Sinne westlicher (Profit-)Werte im Zaum halten. Hat sich das geändert? Da unten sitzen noch einige Kleptokraten, die nicht besser sind. Höre ich da die Merkel was zu Mubarak oder Bouteflika sagen? Natürlich nicht, erst wenn diese aus dem Amt gejagt wurden, dann kommen die Kriegsgewinnler und die mit den schlauen Sprüchen.Dann mal was erfreuliches aus dem Staat, wo das Staatsoberhaupt mit roten Schühchen rumläuft (wäre das nichts für unseren Außenminister?) Da geschieht ein Wunder und - oh Wunder - ist es das Wunder das der Karol Józef Wojtyła braucht, um selig zu werden. Dass dies ein klassischer Inhousejob ist, stört niemanden: eine Nonne soll plötzlich von ihrer Parkinson-Krankheit geheilt gewesen sein, nachdem Johannes Paul II. in den Monaten nach seinem Tod in Gebeten um Hilfe angefleht worden war. Die zuständige Medizinerkommission des Vatikan schaute sich, nachdem zunächst Zweifel aufgekommen waren, den Fall noch einmal genauer an und bestätigte am Ende das Wunder. Darüber kann man sich nur wundern - wir leben im 21. Jahrhundert.
Gesine Lötzsch ist voll in die Political-Correctness-Falle getreten. Eigentlich spricht das für sie, dass sie noch nicht die verkommene Betroffenheitssprache unserer Staatstragenden beherrscht, die sofort wie ein Wolfsrudel über sie hergefallen sind. Den Vogel hat der neue CSU-Generalsekretär Dobrindt abgeschossen, der gleich mit dem Verfassungsschutz kommt. Braucht dieser Systemkonforme etwas um sich zu profilieren, nachdem das mit dem Anti-Grünen-Spot ein Schuss in den Ofen war, aber das geistige Niveau dieses Rindtviehs Herrn bestens widerspiegelt? Von hier aus sei es gesagt: mir ist eine Gesine Lötzsch, die von ihren Träumen erzählt, tausendmal lieber als die Seiche dieses Christliberalen. Beispiel? Hier.