Beiträge zum Stichwort »Zebibah«
Donnerstag, 15. März 2012
Matschbirnen
In meinem Eintrag vom 8. März habe ich ja den Hamadi Jebali von Tunesien vergessen, der gestern bei unserer Qualitätskanzlerin war und wahrscheinlich auch einen größeren Scheck mitgenommen hat. Dieser tunesische Ministerpräsident hat von McCain und Joe Lieberman seinen Segen bekommen. Er ist auch Generalsekretär der Ennahda, hat eine Zebibah und das verheißt nichts Gutes. Aber, er erfreut sich großer Beliebtheit bei unseren Medien, da auch er für den Sturz von Assad ist. Da kommt sofort eine Null mehr auf den Scheck. Beim Abendgebet kann der jetzt vor Freude seine Stirn noch fester auf den Gebetsteppich donnern, damit das Beulchen noch besser in allen Farben schillert.Mir hat man als Kind gesagt, dass jeder Kopfstoß tausende von Gehirnzellen absterben lässt. Ich glaube, da ist was Wahres dran und das erklärt vieles. Sich die Birne so zu verschammerieren kann nicht normal sein. Aber als das Christentum so alt wie der Islam war, haben sich die Geißler auch selbst vermöbelt. Religionen haben die Irrationalität als Programm und brauchen anscheinend auch irrationale Rituale, die man als rational Denkender nicht nachvollziehen kann. Mich deprimiert nur, das die Irrationalismen in der Welt nicht ab, sondern zunehmen. Wie man auch ohne Beten zu einer schönen Zebibah kommt, sieht man hier.
Donnerstag, 08. März 2012
Ratten und Schiffe
Anders als bei der Costa Concordia, da war es der Kapitän, verlassen die Ratten als erstes das sinkende Schiff. Interessant ist, wer bei sinkenden Staaten als erstes das Regime verlässt und was anschließend mit diesen Personen passiert. Ähnliches soll es ja auch nach dem Zusammenbruch der DDR gegeben haben. Viele der „Demokraten" der ersten Stunde, haben sich bald als Stasimitarbeiter entpuppt. Böse Zungen meinen ja auch, das FDJ-Mädchen Angela Merkel sei die Rache Honeckers an der BRD. Für diese Verschwörungstheorie gibt es so manche Indizien.Leider habe ich das nicht immer nachgehalten, aber so manches fiel mir doch ein:
Libyen: Dort war es die zwielichtige Gestalt namens Mustafa Mohammed Abdul Jalil, der vom ghaddafischen Justizminister plötzlich zum Freiheitsfanatiker mutierte. Seine Zebibah, weist ihn als strammen Muslim aus.
Ägypten: Nach dem Verzicht von Nobelpreisträger Mohammed el-Baradei, einem Mann mit Charakter, spielt auch ein ehemaliger Minister Mubaraks wieder eine große Rolle: Amr Musa. Der war Außenminister und will jetzt auch wieder mitmischen.
Syrien: Es ist so weit. Hier hat der stellvertretende Ölminister Abdo Hussameddin dem Regime den Rücken gekehrt. Auch hier würde es uns nicht überraschen, wenn der nach dem Sturz von Assad wieder auftauchen würde.
Verruchte Menschen meinen, dass da Geheimdienste die Hände im Spiel haben. Wie die darauf kommen?
Hier noch ein Bericht aus Österreich, der mal die Informationsquelle „syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" ins Visier nimmt. Löblich!
Montag, 13. Februar 2012
Unser neuer Verbündeter: Al-Kaida
Unser idiotischer Afghanistaneinsatz wird mit dem Kampf gegen Terror und Unterdrückung und für Freiheit und Demokratie begründet. Schulen, Frauenrechte und Pumpen (Wasser-) waren das mal. Das Schreckgespenst heißt ja Al-Kaida und dafür darf dann das vorzugsweise ostdeutsche Präkariat sterben. Wie gesagt, das ist die Begründung. Mit den gleichen Worten stehen wir ja auch fest zu der syrischen Opposition, die Baschar al-Assad weghaben will, weil er ein grausamer Despot ist und gegen sein eigenes Volk kämpft, das - weil es anscheinend zu doof ist, blöderweise zu 55% hinter ihm steht. Das dort Religionsfreiheit herrscht, interessiert auf einmal keinen mehr und dass die syrischen Frauen dort alle Rechte haben, ist uns auf einmal auch ziemlich egal. Der Assad hat es irgendwie verkackt, weil er die falschen Freunde hat und blöderweise Syrien im Korridor zum Iran liegt.Unverschämterweise haben die blöden Russen und die hinterhältigen Chinesen sich nicht zum zweiten Mal hinter die Fichte führen lassen und im UN-Sicherheitsrat nicht für die Vernichtung Syriens gestimmt (bei Ghadaffi ging das noch so schön). Die Vettel Clinton hat anschließend hyperventiliert und unsere Qualitätspolitiker stehen alle treu zur großen weltpolitischen Allianz der Guten. Die demokratischen Musterstaaten Saudi-Arabien und Katar werden es schon richten. Dort ist die Kohle und die moralische Unterstützung kommt von? Na, von wem wohl? Von Al-Kaida. Ist das nicht schön, solche Verbündete zur Seite zu haben? Der Oberdruide von Al Kaida, Aiman al Sawahiri (der hat an der Stirn keinen Kopfschuss, was man als erstes annehmen könnte, wenn man seine Sprüche so hört, sondern eine Zebibah), hat schon gesagt, wie er sich Friede und Freiheit vorstellt. Vor einem Vierteljahr hat er noch den USA gedroht und jetzt kämpft er Seit an Seit für ein freies Syrien. Kommt uns das nicht bekannt vor? Die USA züchten ja immer ihre eigenen Monster, die sie braucht, um die Rüstungsindustrie am Laufen zu halten. Erstaunlich ist allerdings, dass auf einmal die amerikanische Verlagsgruppe McClatchy unter Berufung auf die CIA bekennt (hier ein diesbzgl. deutscher Artikel), dass die Anschläge von Aleppo und Damaskus auf das Konto von Al-Kaida geht, die ja unsere Qualitätsmedien (hier die Tagesschau) natürlich dem Assad in die Schuhe geschoben hat. Und man staune, sogar der Vatikan macht sich um seine Schäfchen Gedanken, für die in einem Post-Assad-Staat leider kein Platz mehr sein wird.
Gestern Abend brachte der Chef aller Gutmenschen, Dieter Moor, einen Bericht über die syrische Schriftstellerin Samar Yazbek. Sie konnte über ihre Gräuel mit den Folterknechten von Assad berichten und lebt jetzt im Exil. Bin mal gespannt, was die gute Dame schreibt, wenn ihr geliebtes Syrien von Al-Kaida befreit worden ist. Dies nur zu meiner Erinnerung.
Mittwoch, 09. November 2011
Libyen was nun?
Es gibt zwei Dinge, für die ich Westerwelle loben will: Die (wenigstens) Enthaltung beim NATO-Einsatz gegen Libyen und die Kritik an Israel wegen der kalten Rache an den Palästinensern. Der armen Sau vorzuwerfen, bei der NATO-Intervention nicht kräftig mit „ja" gestimmt zu haben kommt ja vorzugsweise aus dem linken Lager und von Kabarettisten, ich meine sogar von Hagen Rether, der ja den Alleinvertretungsanspruch an politischer Korrektness pausenlos verkündet.So jetzt ist der Tyrann weg und was kommt? Wenn sogar die WELT sehr kritisch über das Nachkriegslibyen berichtet, soll das zumindest stutzig machen. Besser ist dieser Artikel, der die zwei Seiten des Tyrannen beleuchtet. Was ich jetzt so aus diesem Land gehört habe, stimmt mich nicht so euphorisch. Als selbsternannter Afrikakenner (ich durchquerte den Kontinent von Kapstadt bis Kairo) sei mir der Hinweis erlaubt, dass Libyen bei allen Vergleichen bzgl. Entwicklung stets oben stand. Strolche wie Mugabe, der aus dem reichen Rhodesien ein verarmtes Simbawe geschaffen hat, hätten es zigfach mehr verdient, von dannen gejagt zu werden. Aber das ist ein anderes Thema. Meine Befürchtung ist, dass wieder mal unsere Oberdemokraten aus Übersee auf das flasche Pferd gesetzt haben. Man hat - wie einst die Taliban in Afghanistan - die „Rebellen" bewaffnet und unterstützt, die als erste Amtshandlung die amerikanischen Sympathisanten aus dem Übergangsrat rausgeschmissen haben. Von dem U-Boot oder Wendehals Mustafa Abd al-Dschalil wird man bestimmt noch viel hören und ich wage zu behaupten, dass es nichts erfreuliches sein wird. Falls der im Nachkriegslibyen eine Rolle spielen wird, dann gute Nacht Katsche! Dann ist Libyen vom Regen die Traufe gekommen. Wer eine Zebibah hat (hier), von dem kann einfach nichts gescheites kommen. Erinnert Euch meiner Worte!
Mittwoch, 02. Februar 2011
Zebibah? Was ist das denn?
Aus aktuellem Anlass werde ich heute den Ungläubigen mal eine Lektion erteilen. Wer weiß, was eine Zebibah ist, der kann meinen Blog verlassen, die anderen sollten aber aufhorchen, denn was ich jetzt schreibe, kann bald hilfreich sein. Die Geißler oder Flagellanten im Mittelalter haben sich mit der Peitsche geschlagen und dadurch permanent ihr Sünden abgebüßt. Es ist schon erstaunlich, auf welche Ideen die Gläubigen so kommen. Diese und ähnliche Methoden der Selbstkasteiung haben ja hauptsächlich einen Beweggrund: den anderen zu zeigen, was man für ein toller Gläubiger ist. Vielleicht kann so eine kaputte Kniescheibe vom vielen Auf und Nieder bei einem Katholiken als Folgeschaden vom intensiven Beten berufsgenossenschaftlich als Glaubensunfall anerkannt werden? Der Versuch wäre es ja wert. Das Doppelkinn der Mönche vielleicht auch? (- ich lass den Witz stecken)Zurück zum Thema: Wenn ein Sich-Ergebender (= Muslim) beim Beten ordentlich und fest mit der Stirn auf den Boden hämmert, dann entsteht ein Bluterguss, der dann chronisch wird, wenn dies tagtäglich wiederholt wird. Über kurz oder lang entsteht dann ein Horn mitten auf der Stirn (ein Pfälzer sagt dazu „Bause"), das jedem zeigt, hallo, ich bin ein Gläubiger und nehme meine Religion ernst und liebe Allah. Das ist die Außenwirkung dieser „Gebetsbeule" und die heißt Zebibah. Wenn ihr also jetzt die ägyptischen Unruhen im Fernsehen guckt, dann wird Euch das auffallen, wie viele Männer mit dieser Bause rumlaufen. Uns Westler sagt das: Achtung, militanter Muslim! Schade, dass man die kaputten Kniescheiben bei den Katholen nicht so leicht erkennen kann. Das zeigt mal wieder, dass „Evangelisch" keine richtige Religion ist. Da sieht man ja gar nichts.