Beiträge zum Stichwort »Wulff«

Mittwoch, 29. Februar 2012

Bank müsste man sein

Das ist sogar noch besser als bundesrepublikanischer Ehrensöldner. Da taucht man bei dem Draghi auf und schon kippt der die Kohle vor die Tür. Als ich noch auf der Uni war, wäre ein solches Verhalten noch unvorstellbar gewesen, weil es geben alle guten Grundsätze der Währungsstabilität verstoßen hätte. Der Patient liegt im Sterben, und weil die Tropfen nicht geholfen haben, kriegt er jetzt die ganze Flasche reingekippt, nach der alten Bauernregel: Viel hilft viel. Die beiden Spitzbuben Draghi und Bernanke geben diesem kaputten System den Todesstoß. Ich habe Euch gewarnt! Wer Zeit hat, sieht diesen guten Film, der das amerikanische Finanzsystem erklärt.

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Samstag, 18. Februar 2012

Unsere Operettenpräsidenten sind nicht lieb, aber teuer

Unser Operettenpräsident Nummer 1 bekommt seinen Ehrensold (dafür hat sich unsere Qualitätskanzlerin eingesetzt - ist ja auch nicht ihr Geld) für 598 Tage im Amt. Nach der aktuellen Sterbetafel lebt der noch 28 Jahre und seine Olle danach noch 17,3 Jahre. Jetzt kann jeder ausrechnen, dass dieser Parvenu den höchsten Stundenlohn hatte, der jemals in Deutschland von der öffentlichen Hand bezahlt wurde. Ich komme so auf etwa 13.000 Euro.

Wesentlich teuerer kommt uns aber ein anderer Operettenpräsident zu stehen, der hier abgebildet ist. Da kann man noch ein paar Nüllchen dranhängen.

Interessant ist, wenn man unsere politische Haltung zu Afghanistan mit der zu Syrien vergleicht. Da fließen die Krokodilstränen und das Bundesministerium für Betroffenheit und Entrüstung kriegt sich nicht mehr ein, weil Assad ja das „eigene" Volk beschießt. Das hat aber unser Operettenprinz Nummer 2 nicht nötig: er hat dafür die Amis und u.a. auch unsere Bundeswehr, die die Drecksarbeit für ihn erledigen. Spaßig wiederum ist, dass wir in Afghanistan den Terror in Gestalt von Taliban und Al Kaida bekämpfen, genau wie Assad, aber der muss irgend etwas falsch machen, was ich bis jetzt noch nicht durchschaut habe, denn im Gegensatz zu uns, darf der das nicht. So ist das eben: wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

In Afghanistan legen wir doch alles um, was nicht für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte ist und in Syrien setzen wir alles daran, dass ein laizistischer Staat abgeschafft wird und die Wahabiten an die Macht kommen. Assad hat es verkackt, weil er in Ahmadinedschad nicht den Teufel sieht, mit dem man nicht paktieren darf, aber unser Operettenpräsident Nummer 2 darf das ungeniert tun. Kapiert das jemand? Ich muss ehrlich sagen, ich nicht.

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Donnerstag, 19. Januar 2012

Hau mir einen rein!

Über was lohnt es sich zu schreiben? Wulff ist durchgelutscht. Er kann es der Costa Concordia danken, dass er aus den Schlagzeilen gekommen ist. Da er ja jedem, der ihm etwas schenkt, dankt und zum Sommerfest einlädt, steht bestimmt auch der Kapitän Francesco Schettino auf der Liste. Die Affäre Wulff ist endlich auf Bobby Car Niveau angekommen. Die dreieinhalb Jahre gehen auch vorbei.

Das eigentlichen Problem Deutschlands ist das Problem mit dem System „Währung". Der Euro beschleunigt das nur, was mit der Mark früher oder später auch gekommen wäre. Die Schuldenkrise ist gespiegelt eine Geldvermögenskrise. Schuldenabbau bedeutet deshalb auch Geldvermögensabbau und bei wem soll da angefangen werden? Wer meldet sich freiwillig zur Entreicherung an? Der größte Gag: Die Hedgefonds wollen vor den europäischen Gerichtshof ziehen. Rendite als Menschenrecht. So weit sind wir hier schon gekommen. Vor Somalis Küste räumen die Fabrikfangschiffe alle Fischbestände leer, die einst die Leute dort ernährt haben und diese Arschlöcher ziehen vor den europäischen Gerichtshof, statt in eine geschlossene Anstalt, wo sie eigentlich für den Rest des Lebens eingesperrt gehörten (wo bleibt Sodann, der die Bande endlich verhaftet?). Da sich niemand freiwillig meldet, geht das mit dem Rasenmäher oder um meinen (einzigen) pfälzischen Philosophen Ernst Bloch (hier was für meinen Philosophenfreund Peter) zu bemühen: Wenn es nicht für alle reicht, springen die Armen ein. Demnächst wird alles wieder auf Null gestellt und dann geht es von neuem los: Kapitalismus 2.0. Aber wenn ich mir die Einschaltquoten vom Dschungelcamp so anschaue: In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen betrug der Marktanteil 35,5 Prozent, dann interessiert das die relevanten Staatsbürger einen Scheiß, was man mit ihnen macht. Früher hat die Kirche und der Adel die Leute drangsaliert und heute stehen die gleichen Arschlöcher an der Straße und jubeln dem nichtsnutzigen Pack zu. Das Volk braucht immer einen in die Fresse, sonst fühlt es sich nicht wohl.

Ich wende mich mit Entsetzen ab. Schönen Tag noch!

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Freitag, 06. Januar 2012

Auf dem Weg zum Emir

Der Lügenbold namens Christian wird ja von allen Seiten angegangen. Wenn die Presse nur schreiben würde, was an dessen Statements im Fernsehinterview richtig gewesen ist, bekämen die die Zeitung nicht voll. Der lässt ja den Guttenberg bei weitem hinter sich. Wenn man als Jurist schon einen solchen Scheiß, wie Kredit per Handschlag, erzählt, dann weiß man, weshalb er die politische Karriere einschlagen musste, denn das das so nicht ist, habe ich sogar mit meinem kleinen BGB- und HGB-Schein schon gelernt. Der soll mal nachlesen, was ein Vollkaufmann ist! Ein Verbraucherdarlehnsvertrag (§491 BGB) bedarf der Schriftform (§492 BGB).

Schlimmer wiegt aber die Umsetzung seiner angekündigten Transparenz:

Wulff: "Ich muss mein Verhältnis zu den Medien herstellen, neu ordnen, anders mit den Medien umgehen, sie als Mittler stärker einbinden und anerkennen."

An dieser Bemerkung sieht man, wie der Anscheinerwecker nur wieder einen Anschein erweckt hat. Er will nicht, dass seine Mailboxausraster und damit die Dokumentation seiner Lügen veröffentlicht werden. Unter Transparenz verstehe ich was anderes.

Meine Analyse: Wulff ist jetzt in Geiselhaft durch BILD. Wenn der Mitschnitt nicht veröffentlicht wird, geht ihr Schuss nach hinten los. Das Käsblatt kann es sich nicht erlauben, die Beweismittel unter Verschluss zu halten. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis der Mitschnitt veröffentlicht wird. Der Zorn der politisch aktiven Netzgemeinde wird sich sonst von Wulf weg, in Richtung BILD wenden und das wird nicht gemütlich. Ich sehe schon eine Verschwörungstheorie kommen: BILD unterdrückt Beweismittel, um Wulff für ihre Zwecke gefügig zumachen. Ich weiß nicht, ob das so im Sinne der Erfinder wäre, s onst passiert genau das, was mein Freund Jo S. schon jetzt empfindet und richtig vorhersieht: So langsam wird das Kaspertheater von BILD und Wulff fad. Mein Fazit: Wulff & Diekmann weg! Solche Typen braucht niemand.

Wer den Titel dieses Eintrages nicht versteht, dem sei diese grandiose Kolumne empfohlen - ich muss jetzt auch zum Emir!

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Donnerstag, 05. Januar 2012

Vorerst verscheißert

Mein philosophierender Freund (siehe unter der Rubrik Freunde und Links) hat mir ein Zitat von Satre zugeschickt, dass ich Euch nicht vorenthalten will:

Jeden Augenblick verrate ich mich, widerlege mich, widerspreche ich mir. Ich bin nicht derjenige, dem ich mein Vertrauen schenken würde.

Hätte er mich gefragt, von wem dieses Zitat sein könnte, dann hätte ich spontan geantwortet: von Christian Wulff. So kann man sich täuschen.

Nicht getäuscht habe ich mich gestern nach dem Wulffschen Interview. Der „Anscheinerwecker" hat ein solch grandioses Eigentor geschossen, dass eigentlich „nachgewiesene Blödheit" - wenn es ein Entlassungsgrund wäre und gäbe - dies zur sofortigen Amtsenthebung führen müsste.

Hat er doch der Darstellung von Kai Diekmann widersprochen, und erklärt, dass er nur eine Aufschiebung von einem Tag und nicht die Veröffentlichung (m it Krieg und Rubikon) verhindern wollte. Es wäre die Aufgabe der beiden braven und biederen Schausten und Deppendorf gewesen, dann zu sagen: „Herr Bundespräsident, das kann ja sofort geklärt werden, wenn wir den Anrufbeantworter mal abhören. Stimmen Sie da zu?" Aber die waren ja sooo brav. Ich hätte mir den Michel Friedman da gewünscht, der hätte den Wulff auf sein wahres Format (Westentasche) gefaltet. Wo man guckt, immer die falschen Leute!

Der BP-Darsteller hat sich da selbst reingeritten, was man in der Schule als „dramatischen Konflikt" in der griechischen Tragödie lernt:

Stimmt er der Veröffentlichung zu, wird seine Darstellung als Lüge entlarvt. Stimmt er der Veröffentlichung nicht zu, wird seine Darstellung ebenfalls als Lüge entlarvt, denn weshalb verhindert er die Veröffentlichung, die ja die Gegenseite zwecks Klärung anbietet? Klar, weil sie ihn als Lügner entlarvt.

Ich hoffe, dass ich noch in diesen Tagen den Audiostream des Anrufbeantworters irgendwo runterladen kann und dann eine Presseerklärung von Herrn Lammert (vor allen Medienvertreter und nicht nur bei ZDF und ARD) folgt, wo er bekannt gibt, dass ihm der Bundespräsident seinen Rücktritt erklärt hat.

Dann findet besagter Delinquent Unterschlupf bei einem befreundeten Unternehmerehepaar in den USA und schreibt dort ein Buch mit dem Titel: „Vorerst verscheißert". Das weiß ich aus dieser Quelle.

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Mittwoch, 04. Januar 2012

Wulff mal sachlich

Normalerweise liebe ich Ironie, Spott und auch mal den Holzhammer, aber mit der Wulff-Affäre bin ich richtig überfordert. Ich versuche mal meine Gedanken in eine Reihenfolge zu bringen:

1) Der SPIEGEL war schon seit zwei Jahren dran, einen Einblick ins Grundbuch zu bekommen. Dies wurde erst per Gerichtsbeschluss (!) im August 2011 erlaubt. Das heißt, Pinocchio (alias Wulff) wusste schon früh, dass da was im Busch war, da es ein Gerücht gab, Wulff hätte das Haus von einem befreundetem Unternehmer gekauft. Dies erwies sich als falsch. Durch das juristische hin und her wurde BILD aufmerksam und wollte wissen, wer gab die Kohle? Das ist ja alles gut und schön, aber weshalb wird aus dieser vergleichbaren Fliege ein Elefant gemacht?

2) Wulff quatscht noch in unvergleichlicher Dummheit VOR (!) der ersten Veröffentlichung seine Drohungen auf den Anrufbeantworter von Kai Diekmann und telefoniert noch mit Mathias Döpfner, dem Axel-Springer-Chef und das schlimmste von seinen superdoofen Handlungen: mit Friede Springer, die wahrscheinlich als erstes ihre Freundin Angela anrief und fragte: „Angela, da hat mich gerade dieser Parvenue aus Bellevue angerufen und mit „Krieg" gedroht. Hat dieser Wicht sie noch alle? Ausgerechnet der? Was meint er eigentlich, wer er ist?"

3) und da fehlt mir ein Glied in der Kette: Weshalb steht Angela anfänglich noch zu der Lichtgestalt, obwohl sie wusste, dass es noch schlimmer kommen wird?

Bellevue4) Erste Pressekonferenz, die schon mit Wahrheit und Aufklärung wenig zu tun hat. Wulff guttenbergt (= zugeben nur, was nicht mehr zu leugnen ist) nur rum. Die aufgetischten Lügen verbiegen sogar die Balken von Bellevue (siehe Foto).

5) Die BILD-Zeitung lädt genüsslich nach. Schön gemütlich, man lässt die Festtage und Neujahr vorbeigehen und dann folgt der nächste Schuss in die Zwölf: Die Geschichte mit dem Anrufbeantworter. Dort ist die Blödheit akustisch dokumentiert. Das buche ich mal unter der Persönlichkeit von Kai Diekmann ab. Wenn da so ein Fuzzy, der nur durch BILD und BUNTE dorthin gekommen ist, wo er ist, auf einmal meint, er könnte auf einmal den Spieß umdrehen, dann ist Schicht im Schacht. Da schnappt einer nach seinem Herrchen! Da hat doch einer zuviel „Nordkorea" geguckt und gedacht, er sei der „Geliebte Führer". Dieser Wichtigtuer kam einem, der mit den Großen der Welt verkehrt (Kohl war bei ihm Trauzeuge) gerade richtig. Beim Krieg Diekmann vs. Wulff gibt es nur einen Loser!

Ein Blick in die Zukunft: Wulff erklärt jetzt alle vierzehn Tage, dass ihm alles leid tut, was in den letzten vierzehn Tagen ans Tageslicht kam. Die Betroffenheit und Reue ist ihm anzumerken (er hat mittlerweile einen Personal-Trainer, der mit ihm diese Mimik täglich einstudiert) und von Termin zu Termin wird es besser. Das geht so lange, bis eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird und jeder sich mit dieser Nulllösung in Bellevue abgefunden hat und keiner mehr auf die Pressekonferenzen kommt und auch die Rentner News nicht mehr berichten. Dann touren die beiden Turteltäubchen noch bis zum Ende seiner Amtszeit (2015) ein bisschen auf Steuerzahlers Kosten durch die Welt und genießen dann bis ins hohe Alter die üppige Apanage. Ich bin richtig neidisch.

Und hier das, was ich nicht verstehe: Weshalb wird wegen dieser anfänglichen Petitesse so einen Aufstand gemacht und zwar von unserer Qualitätspresse, die sich ansonsten dadurch auszeichnet, dass aus charakterarmen Personen auf einmal Lichtgestalten gezaubert werden? Ich kann mir bis jetzt keinen Reim darauf machen. Warum wurde Wulff plattgeklopft? Olaf aus Berlin hat mich auf diesen Artikel hingewiesen. Die erwähnte Rede kann man hier finden, die sogar die FAZ beachtenswert fand.

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Dienstag, 03. Januar 2012

Der Anrufbeantworter von Kai Diekmann

Für meine Leser ist mir nichts zuviel. Hier der Anrufbeantworter von Kai Diekmann. Hört selbst, was unser Präsidentendarsteller Christian Wulff aufgesprochen hat.

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Sonntag, 25. Dezember 2011

Weihnachten beim Bundespräsidenten

Wer physisch unter der Jahrhundertrede von Christian Wulff gelitten hat, dem sei dieser grandiose Gegenentwurf empfohlen.

Aber Weihnachten ist das Fest der Liebe und exklusiv für meine Leser habe ich dieses Video besorgt, das die Weihnachtsfreude bei den Wulffs zeigt, die an diesem Abend den Ex-Präsidentensprecher Olaf Glaeseker, den 42.700 € Rechnungsbegleicher Carsten Maschmeyer mit dessen Veronika eingeladen hatten. Wie es scheint, war das ein fröhliches Fest!

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Montag, 19. Dezember 2011

Weg mit diesem Präsidenten

Zweimal Wulff ist eigentlich zweimal zuviel, denn zu uninteressant ist dieser Mensch für mich bis jetzt gewesen. Deshalb habe ich das auch als Petitesse bezeichnet. Bis heute. Nach seiner Äußerung „man muss selber wissen, was man macht, und das muss man verantworten. Und das kann ich. Und das ist das Entscheidende" habe ich meine Meinung geändert. Dieser Mann ist ein totaler Versager und der muss weg. Wer einen solchen überheblichen Spruch loslässt, der zeigt, dass der von demokratischen Gepflogenheiten und Regeln keinen Schimmer hat und der soll unser Volk vertreten? Stellt Euch mal vor, ich komme in eine Alkoholkontrolle, habe was getrunken, fühle mich fahrtüchtig und die Polizei stellt 1,3 Promille fest. Dann sage ich: „man muss selber wissen, was man macht, und das muss man verantworten. Und das kann ich." Die Polizei packt ihre Messinstrumente ein und zieht von dannen. Alles paletti?

Dieser Bundespräsident entscheidet, dass Recht das ist, was er verantworten kann? Folglich brauchen wir keine Gesetze und schon gar kein Ministergesetz. Dieser selbstherrliche Spruch ist mit der Kohlschen Rechtsbeugung kompatibel. Auch der hat sein Ehrenwort, die Nichtnennung der Spender, über das Recht gestellt. Toll diese charismatischen, gottähnlich, unfehlbaren Gestalten, die keine Gesetze brauchen und sich schon gar nicht an welche halten müssen. Mit Verlaub Herr Bundespräsident, das ist eine impertinente Unverschämtheit und Amtsanmaßung. Recht ist das, was irgendwo geschrieben steht und nicht das, was Sie verantworten können. Sie haben weder Ihren Amtseid verstanden, noch sind Sie reif für dieses Amt. Ich kann Sie so nicht respektieren und Ihr Rücktritt ist überfällig.

Dieser Bundespräsident ist eine Fehlbesetzung und muss weg.

Herr Wulff, ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben! Deshalb putzen Sie die Platte, hauen Sie ab, Ihr Gehalt kriegen Sie ja lebenslang unverändert hoch überwiesen, und das helfe ich auch mit zu bezahlen (leider, leider, das Geld würde ich lieber jedem Bettler in der Fußgängerzone in den Hut werfen).

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Samstag, 17. Dezember 2011

„Ich scheiss dich so was von zu mit meinem Geld“ *)

Die „Wulff/Geerkens-Staatsaffäre" ist meiner Meinung nach eine Petitesse, aber sie zeigt deutlich, dass etwas mit dem Selbstverständnis der Handelnden nicht stimmt. Das Ministergesetz verbietet die Vorteilsnahme und in den Verwaltungsvorschriften (hier unter Punkt 2.1 Buchstabe d) werden zinsvergünstigte Darlehn extra erwähnt. Punkt. Das Konstrukt „Kredit kam von Frau Geerkens" wurde doch nur gewählt, um eindeutiges Vergehen zu kaschieren. Wer mal Steuerprüfer bei der Arbeit erlebt hat, der weiß was ich meine, besonders wenn es um verdeckte Gewinnausschüttung geht. Da helfen keine dumme Erklärungen a la Wulff. An dem Tatbestand gibt es nichts zu deuteln. Gäbe es die Prügelstrafe, dann bekäme der Wulff bei einer solchen Äußerung („Ich erkenne an, dass hier ein falscher Eindruck entstehen konnte. Ich bedauere das") gleich ein paar hinter die Löffel.

Erstens, gerade der falsche Eindruck sollte ja entstehen und bedauern tut er nicht sein eigenes Verhalten, sondern nur das der „falsche" Eindruck entstanden ist. Ähnlich wie seinerzeit der Lügenbaron, gibt der auch nur zu, was nicht mehr zu verbergen ist. Jetzt ein weiterer Aspekt: „Bubi" Geerkens erinnert mich an den Bauunternehmer Heinrich Haffenloher (gespielt von Mario Adorf) in der ersten Folge von „Kir Royale". Die Sehnsucht des Parvenüs nach gesellschaftlicher Anerkennung. Geerkens (67) war mit seiner Frau Edith (50) auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten und drei mal bei „Auslandseinsätzen" von Wulff dabei. Eindeutiger geht es nicht.

Früher dachte ich, dass vor dem Gesetz alle gleich sind, aber seit Pfandmarken, Frikadellen und jetzt bei Wulff weiß jeder, dass das nur in den Schulbüchern steht. Wozu braucht man ein Ministergesetz, wenn sich diese Brüder doch nicht danach richten und keinerlei Konsequenzen zu erwarten sind? Oder gilt das nur für einen Oberamtsgehilfen der Besoldungsgruppe A2?

Von mir aus kann der (ausschließlich aus Kostengründen) bleiben, soll aber nur zukünftig zu „moralischem Verhalten" seine Klappe halten. Ich hoffe, dass dies keine Verunglimpfung des Bundespräsidenten ist, sonst müsst ihr drei Monate bis fünf Jahre auf meinen Senf verzichten.

*) Heinrich Haffenloher zu „Baby Schimmerlos" in Kir Royale

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