Beiträge zum Stichwort »Jemen«
Mittwoch, 25. Januar 2012
Rocky Horror Presidency Show
Vor kurzem habe ich ja die Muppetshow, ich meine die republikanischen Präsidentschaftsbewerber, vorgestellt. Mittlerweile hat man die Stimmen nachgezählt und der Fötusknutscher hat jetzt vor dem Hund-auf-den-Dachgepäckträger-Festbinder gewonnen. Aber einer fehlte, deshalb wird er hier nachgeliefert: Newt(on) Gingrich, ein Pharisäer wie er im Buch steht. Charakterlich ist er so eine Art Wulff. Bei anderen findet er die kleinsten Fehler und er war Drahtzieher des (gescheiterten) Amtsenthebungsverfahren gegen Clinton. Nach außen ein richtiger Heuchler, der sich auch besser an den Spruch: „Wer im Glashaus sitzt, soll im Keller bumsen" gehalten hätte. Dieser Vogel ist der idealtypische Vertreter der amerikanischen Bigotterie. Der dynamische Moralapostel ist 69 und wechselte einmal den Glauben und zweimal die Ehefrau und mehrfach seine politische Einstellung. Ich bleibe dabei, es gibt 312 Millionen Einwohner in den USA und ausgerechnet einer dieser vier Knalltüten will Obama ablösen? Es ist nicht zu fassen!Weil wir gerade im selbsternannten Land der Freiheit und Demokratie sind. Da gibt es einen arabischen Despoten, der auch weggejagt wurde, aber der nicht im Gefängnis sitzt, erschlagen, ermordet oder demnächst ermordet werden wird, sondern der zurückkehrt in das Land seiner Unterstützer: der Präsidentendarsteller aus dem Jemen: Ali Abdallah Saleh. Über ihn habe ich vor einem guten Jahr schon mal berichtet. Es empfiehlt sich, meinen Blogeintrag von damals zu lesen. Allerdings wurde der Link, der zum auswärtigen Amt führte, mittlerweile vom Außenministerium gelöscht. Anscheinend ist es jetzt peinlich, dass Westerwelle diesem Arschloch noch 79 Millionen von unserem Steuergeld in selbiges geschoben hat.
Ja so ist das, wer immer schön nach der amerikanischen Pfeife getanzt hat, der darf seine Despotendämmerung im warmen Florida verbringen (Geld hat er ja genug von uns bekommen), für Assad und Ahmadinedschad sehe ich schwarz. Als Lebensversicherer würde ich die beiden nicht ins Portfolio nehmen.
Über das Paradies für amerikafreundliche Verbrecher wundert sich nicht nur diese Bloggerin.
Sonntag, 05. Juni 2011
Wenn Flaschen Außenminister werden
Unser Qualitätsaußenminister hält ja gerne forsche Reden gegen die Despoten der Welt, wenn absehbar ist, dass sie bald verschwinden. Ansonsten diniert er gerne mit ihnen und sichert unsere (=€) Unterstützung zu. Meistens im Kampf gegen Terror, Al Qaida, Taliban oder sonst was. Ich zitiere aus der „Berliner Morgenpost":"Wir beobachten die Lage in Sanaa und im gesamten Jemen seit Wochen mit wachsender Sorge", so Westerwelle. Er forderte während eines Besuchs in Vietnam den seit mehr als drei Jahrzehnten amtierenden Präsidenten erneut auf, die Macht abzugeben. Saleh habe die "Verantwortung gegenüber seinem Land" bedauerlicherweise nicht wahrgenommen. "Er hätte auf einen Dialog setzen müssen, solange noch Zeit war." Jetzt drohe immer mehr die Gefahr eines Bürgerkriegs. "Die in der letzten Zeit im Jemen begangenen Menschenrechtsverletzungen sind nicht hinnehmbar."
Am 2. November habe ich diesen Blog geschrieben und darüber gemotzt, dass Besagter dem Despoten 79 Millionen Euro in den Arsch geschoben hat. Den stolzen Artikel über diese „humanitäre" Geste, auf den ich damals verwies, wurde mittlerweile vom Auswärtigen Amt klammheimlich entfernt. Gefunden habe ich aber noch diese Meldung. Wer war denn nun der Terrorist? Die, die diesen korrupten Sausack endlich aus dem Land gejagt haben, oder der Sausack selbst, der gute Freund des Westens, dem Westerwelle von unserem Steuergeld 79 Millionen überreicht hat? Westerwelle kann mit seinem Dienstwagen wegen mir rund um den Globus fahren, oder mit seinem Schatz den Regierungsjet für alle seine Privatreisen nutzen. So viel Geld kann der gar nicht verbraten, wie er dem Despoten in den Arsch geschoben hat. Dieser Außenminister ist schlicht weg ein Skandal. ICH WILL DAS GELD ZURÜCK.
Ich fordere den Außenminister erneut auf, die Macht abzugeben. Westerwelle hat die Verantwortung gegenüber seinem Land" bedauerlicherweise nicht wahrgenommen. Er hätte auf Dialog setzen müssen, solange noch Zeit war....
Diese personifizierte Unfähigkeit kommt eben dann zum Tragen, wenn man Außenpolitik ohne Grundsätze betreibt. Wer gerade „Berlin direkt" gesehen hat, dem bäumen sich die Zehnägel. Jetzt, wo er befreit vom FDP-Vorsitz ist, konzentriert er sich auf das Amt, hat er gesagt. Das kann ja noch heiterer werden.