Beiträge zum Stichwort »Assad«
Donnerstag, 23. Mai 2013
Todi, Du bist der Größte!
Wer sich wundert, dass einige Wochen fehlen, dem sei gesagt, dass ich mal wieder bei der Reparatur meines PCs vergessen habe, eine Datensicherung zu fahren (Bei meinem Videoschnittprogramm kann ich keine mp3 mehr einziehen. Auch im Netz finde ich keine Lösung. Wer mir hilft, für den brennt in der Kathedrale meines Herzens für immer ein Lichtlein. Ich habe Pinnacle Studio 9).
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Das Herz ging mir auf, als ich mal wieder – nach langer Zeit – was Gescheites über den Syrienkonflikt las. Dieses Interview von Todenhöfer trifft den Nagel auf den Kopf. Ein Gescheiter gegen die Journaille von reuters, dpa und den nervigen Schlaumeier namens Claus Kleber, der sich besser als NATO-Sprecher bewerben sollte. So langsam sollte sich in unseren Qualitätsverlagshäusern mal die Erkenntnis durchsetzen, dass in Syrien die Bande das Sagen hat, die wir alle bei uns nicht haben wollen. Vielleicht bewirkt der Schlächter von London ein Umdenken. Dem syrischen Volk ist die friedliche Revolution von Katar, Saudi Arabien und Duldung durch die USA gestohlen worden. Freuen kann man sich nur, dass gemessen an unseren Freunden Cameron und Hollande, mit Westerwelle eine Pax Germania erstrahlt. Wenn die Söldnertruppen alle aus Syrien abgezogen würden, wäre dort Ruhe im Karton und die gequälte Bevölkerung könnte aufatmen. Hände weg von Syrien!
Sonntag, 24. Februar 2013
Erdogan bombt
Der De Maizière versteht auch, sich überall theatralisch in Szene zu setzen. Ob beim Operettenprinzen in Kabul, oder bei dem türkischen Gernegroßsultan, immer ein dummer Spruch auf den Lippen. Er kann gut formulieren: Was er von seinen Jammerliesen hält, das hat er hier gesagt. Allerdings nicht so krass, wie es Friedrich dem Großen zugeschrieben ist ("Hunde wollt ihr ewig leben"), oder dieses Mal mit seinen dummen Gedanken, auf die der Assad nicht kommen soll. Besser, und vor allem zutreffender, hätte er diesen dummen Spruch seinem Gastgeber zugerufen. Dem Kantonisten traue ich nicht einen Zentimeter über den Weg. Der bombardiert seit Jahren ungestraft seine Kurden, die er am liebsten ... Wo bleibt da eigentlich der UN-Sicherheitsrat?07. Juni 2010
18. August 2011
01. Dezember 2012
15. Januar 2013
08. Februar 2013
21. Februar 2013
und das sind nur die ersten Google Meldungen. Wer Türkische Luftwaffe bombardiert PKK googelt, der erhält 23.500 Fundstellen. Mein lieber Herr Verteidigungsminister, auf dumme Gedanken braucht unser Freund da unten gar nicht erst zu kommen. Er hat sie schon! Aber im Gegensatz zu Assad, bei dem es immer heißt, der bombardiert sein eigenes Volk, möchte dieser Völkermörder Herr EU-Mitglied werden. Seine Untergebenen scheinen nicht so von seiner Politik überzeugt zu sein. Sie demonstrieren gegen die Truppenpräsenz der Amis und der Patriots, aber dafür gibts Polizei, Gummiknüppel, Tränengas und Pfefferspray. Von dieser Pro-Assad Demonstration in Hatay (nahe der syrischen Grenze), die er am Samstag vor einer Woche niederknüppeln ließ, bringen unsere Qualitätsmedien natürlich nichts. Auch unsere Frau Merkel, die sonst so gerne die Klappe aufreißt (wie beim Ai Weiwei, diesem Ei), wird da ganz still sein. Unser Verteidigungsminister gilt ja als gebildeter Mann. Wahrscheinlich hält er's mit Goethe:
Nichts bessers weiß ich mir an Sonn- und Feyertagen,
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrey,
Wenn hinten, weit, in der Türkey,
Die Völker auf einander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried’ und Friedenszeiten.
... und ich brech' ins Essen - auch ohne Pferdelasagne.
Samstag, 18. Februar 2012
Unsere Operettenpräsidenten sind nicht lieb, aber teuer
Unser Operettenpräsident Nummer 1 bekommt seinen Ehrensold (dafür hat sich unsere Qualitätskanzlerin eingesetzt - ist ja auch nicht ihr Geld) für 598 Tage im Amt. Nach der aktuellen Sterbetafel lebt der noch 28 Jahre und seine Olle danach noch 17,3 Jahre. Jetzt kann jeder ausrechnen, dass dieser Parvenu den höchsten Stundenlohn hatte, der jemals in Deutschland von der öffentlichen Hand bezahlt wurde. Ich komme so auf etwa 13.000 Euro.Wesentlich teuerer kommt uns aber ein anderer Operettenpräsident zu stehen, der hier abgebildet ist. Da kann man noch ein paar Nüllchen dranhängen.
Interessant ist, wenn man unsere politische Haltung zu Afghanistan mit der zu Syrien vergleicht. Da fließen die Krokodilstränen und das Bundesministerium für Betroffenheit und Entrüstung kriegt sich nicht mehr ein, weil Assad ja das „eigene" Volk beschießt. Das hat aber unser Operettenprinz Nummer 2 nicht nötig: er hat dafür die Amis und u.a. auch unsere Bundeswehr, die die Drecksarbeit für ihn erledigen. Spaßig wiederum ist, dass wir in Afghanistan den Terror in Gestalt von Taliban und Al Kaida bekämpfen, genau wie Assad, aber der muss irgend etwas falsch machen, was ich bis jetzt noch nicht durchschaut habe, denn im Gegensatz zu uns, darf der das nicht. So ist das eben: wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe.
In Afghanistan legen wir doch alles um, was nicht für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte ist und in Syrien setzen wir alles daran, dass ein laizistischer Staat abgeschafft wird und die Wahabiten an die Macht kommen. Assad hat es verkackt, weil er in Ahmadinedschad nicht den Teufel sieht, mit dem man nicht paktieren darf, aber unser Operettenpräsident Nummer 2 darf das ungeniert tun. Kapiert das jemand? Ich muss ehrlich sagen, ich nicht.
Freitag, 03. Februar 2012
Die spinnen, die Spinndoktoren
In den letzten Wochen habe ich mich über das Syrien-Bashing unserer Qualitätsmedien geärgert. Wer mit dem Sektglas in der Hand über Assad herzieht, ist bei jedem Smalltalk auf der sicheren Seite und das ohne Unterschied ob rechts, öko oder links. So hatte ich vor vier Wochen geschrieben. Unsere Medien machen die Meinung. Wer das Verb „berichten" im Zusammenhang mit „Presse" benutzt, hat den Schuss noch nicht gehört. Die Zeiten, wo die Presse mit echten Reportern von irgend etwas berichtet, die sind längst vorbei. Die Redaktionen sind leer und irgendwelche Dauerpraktikanten (die heißen dort Volontäre) verarbeiten mit copy + paste die Agenturmeldungen der DPA zu Presseartikel, die wir dann anschließend glauben. Die DPA selbst, schreibt das ab, was die selbsternannten Führer in London in alle Welt faxen (hier steht, wie das geht). Wenn ich jetzt schreibe, dass Assad die Mehrheit seines Volkes hinter sich hat, dann fliegen schon virtuelle Südfrüchte in meine Richtung, weil das nicht in das, von unseren Medien erzeugte Denkschema passt. Wenn es einer, wie Todtenhöfer, doch mal schafft und ein differenzierteres Bild zeichnet, dann ist es erstens eine Nadel im Heuhaufen und ausschließlich der Tatsache zu verdanken, dass dieser Mann bekannt ist. Andere fliegen sofort durch die Pendeltür, wenn sie mit einem Bericht aufwarten würden, dass die Rebellen Erdölleitungen und Gleiskörper sprengen und die sogenannte freie syrische Armee sich größtenteils aus den von Libyen eingeflogenen Mudschaheddin und Al Qaida-Kämpfern rekrutiert, die großzügigerweise von unseren Verbündeten in Katar unterstützt werden und die den Auftrag haben, das Regime zu destabilisieren.Interessanterweise hat eine Stiftung, die Quatar foundation, eine Studie veröffentlicht, die hier runtergeladen werden kann und da liest man auf Seite 11 (Fußnote), dass 55% der Syrer Assad unterstützen. Wo sind jetzt unsere gutmenschelnden Demokraten, die so gerne die Mehrheitsmeinung respektieren (... allerdings nur, wenn diese in den eigenen Kram passt)?
Ich kann sogar mit noch besseren Dingen aufwarten. Unsere Spindoktoren bereiten eine Meinung vor. Bestes Beispiel ist eine Meldung wie diese. Also wird Israel demnächst (im Bericht heißt es April, Mai Juni) den Iran angreifen. Dann kommt es nicht überraschend, denn unsere Medien haben das ja quasi schon kommen sehen (selffullfilling prophecy nennt man das) und weil das schon vorher laufend zu lesen war, ist jeder froh, wenn es endlich passiert. (Das ist der Wulffgewöhnungseffekt: da könnte jetzt noch rauskommen was will, es interessiert keinen mehr. Jeder wartet auf die nächste Sau im Dorf).
Warum darf Israel das? Weil der böse Ahmadinedschad in Kürze die Atombombe hat und dann alles zusammenbombt, was da kreucht und fleucht. Rettung in letzter Sekunde (das Zählwerk bleibt bei 007 stehen). Dank dem Internet (deshalb soll ja auch mittels ACTA dieses Medium platt gemacht werden, wenn es nach diesem christdemokratischen 'Schloch ginge) kann man ja mal unsere recherchewütige Presse durchforsten und siehe da, wir finden einen Bericht im SPIEGEL. Iran steht offenbar kurz vor Bau einer Atombombe, heißt es da und das Qualitätskäseblatt FOCUS ist da schon einen Schritt weiter: Iran hat die Atombombe. Jetzt schaut mal auf das Datum. Der Spiegelbericht ist acht Jahre und der vom FOCUS über 18 Jahre alt. Das nenne ich Qualitätsberichterstattung. Noch Fragen? Spin doctor schreibt man zutreffenderweise besser so: Spinndoktor.
Samstag, 14. Januar 2012
Der Weg ins Mittelalter
Die Haltung zu Syrien hat jetzt auch die Linken erreicht. Logisch, dass man mit diesem Thema nicht die „Massen" erreichen kann und wer gegen das Syrien-Bashing etwas schreibt, der ist Diktatorfreund, Demokratiegegner, Unterdrücker und was weiß ich noch alles. Wer mit dem Bierglas in der Hand behauptet: "Der Assad ist ein Verbrecher!" der ist auf der sicheren Seite beim Small-Talk. Alle plappern das nach, was auf der Agenda des Westens steht, nämlich die Destabilisierung von Syrien. Alle Medien machen mit. Am Beispiel des getöteten französischen Reporters lässt sich das gut darstellen. Der Mann wurde von syrischen Sicherheitskräften begleitet. Dann heißt es, der darf sich nicht frei bewegen. Wird er Opfer der "Rebellen", dann heißt es, Assad kann nicht für Sicherheit sorgen. Geht Assad gegen die Rebellen vor, dann heißt es, er schießt gegen sein eigenes Volk. Der kann machen was er will, er wurde vom Westen (mit Hilfe Katars) als Schuft ausgeguckt.In unseren Medien ist das der arabische Frühling für Demokratie und Freiheit - aber die Scharia ist das Ergebnis des "Freiheitskampfes". In Libyen ist das schon zu bewundern. Googelt mal Bilder aus Syrien und Bilder aus Katar und betrachtet die Kleidung der Frauen. Das sagt mehr aus, als vollmundige Sprüche.
Stopp! Doch nicht alle! Ein ganz großes Lob an die „Allgemeine Zeitung" und personalisiert an Stefanie Widmann, die es sich erlaubt haben, mal über die Erlebnisse einer Augenzeugin aus Syrien zu berichten. Das unterscheidet sich schon merklich von dem Käse, den andere „Starreporter", die Syrien nur aus Goggle Earth kennen, oder nochmals wie Christian Sievers, der seine Ferndiagnose sogar noch selbst beschreibt („man sieht Syrien hier hinter mir" oder: „es ist so nah und trotzdem so abgeschottet") und dem man ein altes Filmchen angedreht hat.
Dienstag, 10. Januar 2012
Auf, auf zum Kampf - gegen Syrien
Ich habe mich gestern intensiv mit Syrien beschäftigt und es ist nicht lustig, wenn man das Gefühl hat, wir werden mal wieder in Richtung „Krieg gegen das Unrechtsregime in Syrien" manipuliert. Erfreulich ist, dass der heutige Artikel in der ZEIT viele Zuschriften bekam, in denen ähnliches Unbehagen geteilt wird. Kritische Berichte, weshalb Syrien da rausgeguckt wurde, findet man selten. Dankenswerterweise hat ein Leserbriefschreiber diesen Artikel aus der WELT (Chapeau) verlinkt. Aus katholischen Kreisen weiß ich, dass die Christen da unten alle Schiss haben. Wenn Assad weg ist, geht es denen nämlich gewaltig an den Kragen und unsere „christliche" Presse und Medien leisten da noch Vorschub. Hier erklärt Frau Clinton, wie die Al Qaida von den USA erfunden wurde und jetzt wird diese Bande via Strolche von Katar wiederbelebt, um den letzten laizistischen Staat in Nahost platt zu kloppen. Mir ist das alles sehr suspekt, zu simpel.Als ich vor Wochen den ersten Artikel las, der sich kritisch mit unseren Medienberichten über die Situation in Syrien befasste, dachte ich noch, na ja, mal wieder eine neue Verschwörungstheorie. Jetzt weiß ich, dass es keine Verschwörungstheorie ist, sondern eine Verschwörung und zwar eine gegen Syrien. Einer der großen Protagonisten ist ja der oberste NATO-Fuzzy Rasmussen, der keine so gute Presse hat - allerdings in Österreich (Anm. gerade gefunden) und nebenbei, bei der österreichischen Presse findet man manche Meldung, die es bei uns nicht über den Redaktionstisch schafft. Als Hommage an die Pressefreiheit: hier eine halbe Stunde Film - aus dem ORF - wo dokumentiert wird, wie Werbeagenturen uns kriegsreif machen. Daran denken, wenn Ihr wieder Berichte aus Syrien und Iran hört, denn keiner der meinen Blog liest, kann anschließend sagen, er hätte von nichts gewusst! Besonders hellhörig werden, wenn die Namen Burhan Ghalioun vom Syrischen Nationalrat (SNC) oder Rami Abdel Rahman, dem Oberguru der Londoner One-man-show, die sich Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nennt, fallen.
P.S. In dem Film kommt die Werbeagentur Hunzinger vor. Wegen enger Bindung zu Scharping (ähnlich Maschmeyer Schröder/Wulff) musste Scharping gehen!
Montag, 09. Januar 2012
Do it yourself: Schurkenstaaten – schnell mal selbst gemacht
Dank Ulrich Gellermann wurde ich auf diesen Artikel von Daniela Dahn hingewiesen, der zwar schon ein halbes Jahr alt ist, aber das darin dargestellte Strickmuster ist noch sehr aktuell. Wir brauchen nur nach Syrien zu gucken. Da werden pausenlos Horrormeldungen verbreitet, wie diese, von den lesbischen Bloggerinnen, die meistens aus nur zwei Quellen stammen und nicht immer so stimmen. Wir kennen das ja aus Afghanistan. Um unsere Meinung über gewisse Dinge zu gestalten, werden da gerne kleine Videoclips gedreht, die dann als Beweis herhalten. Der einfachste Weg: man bestellt das Terrorvideo bei SITE oder Intel, entweder von der Stange, oder individuell angefertigt (hier der Katalog zum Download). Wer ein bisschen Geld anlegt, der kann den friedlichsten Staat der Welt mit ein paar Videos und angeheuerten Schlägertrupps in Nullkommanix zum Schurkenstaat frisieren. Die Medien machen es möglich. Der preiswerteste Weg ist allerdings, wenn alter Wein in neue Schläuche gefüllt wird. So hat des das ZDF gemacht, weil es ja sparsam mit den GEZ Gebühren umgehen muss. Es präsentiert vier Jahre altes Irakmaterial als geschmuggeltes Handyvideo aus Syrien. Dazu stellt man noch den Starreporter Christian Sievers an die Grenze, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Mich würde eher interessieren, ob der Sievers da reingelegt worden ist, oder ob der Fake in böser Absicht so eingespielt wurde. Ähnlichen Quatsch hat die ARD gebracht, was hier dokumentiert ist. Wer ein bisschen syrisch kann, eine Videokamera hat und eine handvoll Freunde, der kann die authentischsten Berichte aus Syrien selbst herstellen und sie dann an die Journaille verhökern, die in den Luxushotels rund um Syrien sitzen, sich die Eier schaukeln, und dann via Satellit erzählen, dass sie einen getroffen haben der einen kennt, dessen bester Freund von seinem Onkel ein richtiges Horrorvideo, unter Einsatz seines Lebens, zugesteckt bekam, wo man gut sehen kann, wie ... Es ist nicht zu fassen, aber so entsteht dann unser Bild vom Terrorregime. Falls dann die Arabische Liga nicht das berichtet, was der Westen erwartet hat, dann fallen sie alle über sie her und „man" ist empört. Es muss nicht das berichtet werden, was in Syrien passiert, nein, es muss das berichtet werden, was passieren soll, müsste und muss.Wen es interessiert: mal ein Beispiel. Hier berichtet der Tagesspiegel von einem Anschlag am 6. Januar 2012, der ziemlich grauenvoll war. Das ganze jetzt mal aus Sicht von SANA, der arabisch-syrischen Nachrichtenagentur (Achtung, nichts für schwache Gemüter). Schreibt der STERN über den gleichen Anschlag:
Während des Anschlags waren viele Menschen auf der Straße, um rechtzeitig zum Freitagsgebet in der Moschee zu sein. Am Mittag begannen nach Angaben von Aktivisten in mehreren Provinzen Proteste unter dem Motto «Wer auf Gott vertraut, der wird siegen»
das lässt noch Interpretationen zu, aber der Qualitätsjournalist Martin Gehlen vom Tagesspiegel weiß:
Gleichzeitig gingen am Freitag wieder Zehntausende im ganzen Land gegen Präsident Baschar al-Assad auf die Straße
Die Bilder von den Massenkundgebungen in den verschiedenen Städte Syriens sind hier zu sehen. Wer da genauer guckt, der findet Plakate von Assad. Für mich wäre das die erste Demonstration, die mit Poster des „Tyrannen" (aber nicht durchkreuzt) gegen den Tyrannen protestiert!
Was aus einer einfachen DPA-Meldung gemacht wird, ist schon erstaunlich. Die redaktionelle Leistung besteht darin, diese Meldung mit eigenem Käse aufzumotzen. So werden aus Pro- schnell Contra-Demonstrationen. Mit Journalismus hat das ja nichts zu tun, eher mit Stiller Post.
Es empfiehlt sich, ab und zu auch mal ausländische Zeitungen zu lesen - und vor allem - wenig zu glauben und wenn es schon sein muss, dann nur in der Kirche.