Beiträge zum Stichwort »Al Qaida«
Auf, auf zum Kampf - gegen Syrien
Ich habe mich gestern intensiv mit Syrien beschäftigt und es ist nicht lustig, wenn man das Gefühl hat, wir werden mal wieder in Richtung „Krieg gegen das Unrechtsregime in Syrien" manipuliert. Erfreulich ist, dass der heutige Artikel in der ZEIT viele Zuschriften bekam, in denen ähnliches Unbehagen geteilt wird. Kritische Berichte, weshalb Syrien da rausgeguckt wurde, findet man selten. Dankenswerterweise hat ein Leserbriefschreiber diesen Artikel aus der WELT (Chapeau) verlinkt. Aus katholischen Kreisen weiß ich, dass die Christen da unten alle Schiss haben. Wenn Assad weg ist, geht es denen nämlich gewaltig an den Kragen und unsere „christliche" Presse und Medien leisten da noch Vorschub. Hier erklärt Frau Clinton, wie die Al Qaida von den USA erfunden wurde und jetzt wird diese Bande via Strolche von Katar wiederbelebt, um den letzten laizistischen Staat in Nahost platt zu kloppen. Mir ist das alles sehr suspekt, zu simpel.Als ich vor Wochen den ersten Artikel las, der sich kritisch mit unseren Medienberichten über die Situation in Syrien befasste, dachte ich noch, na ja, mal wieder eine neue Verschwörungstheorie. Jetzt weiß ich, dass es keine Verschwörungstheorie ist, sondern eine Verschwörung und zwar eine gegen Syrien. Einer der großen Protagonisten ist ja der oberste NATO-Fuzzy Rasmussen, der keine so gute Presse hat - allerdings in Österreich (Anm. gerade gefunden) und nebenbei, bei der österreichischen Presse findet man manche Meldung, die es bei uns nicht über den Redaktionstisch schafft. Als Hommage an die Pressefreiheit: hier eine halbe Stunde Film - aus dem ORF - wo dokumentiert wird, wie Werbeagenturen uns kriegsreif machen. Daran denken, wenn Ihr wieder Berichte aus Syrien und Iran hört, denn keiner der meinen Blog liest, kann anschließend sagen, er hätte von nichts gewusst! Besonders hellhörig werden, wenn die Namen Burhan Ghalioun vom Syrischen Nationalrat (SNC) oder Rami Abdel Rahman, dem Oberguru der Londoner One-man-show, die sich Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte nennt, fallen.
P.S. In dem Film kommt die Werbeagentur Hunzinger vor. Wegen enger Bindung zu Scharping (ähnlich Maschmeyer Schröder/Wulff) musste Scharping gehen!
Dead or Alive
John Wayne hat den Schuft erschossen, Laramie ist wieder friedlich und alle können sonntags wieder in die Kirche gehen und fromm nach Gottes Geboten leben, die u.a. ein „Mordverbot" beinhalten, an das sich aber keiner halten muss. Sollte es mal vorkommen, dann wird flugs bereut und gebeichtet, und damit ist die Reset-Taste gedrückt. So einfach geht das. Da ich an allem rummäkele, macht mich so manches stutzig. In diesem Qualitätspresseartikel wird geschrieben, dass der Leichnam per Hubschrauber auf den Flugzeugträger „Carl Vinson" gebracht wurde. Ich habe mit Google Earth ausgemessen, dass es bis zur Küste 1.200 Kilometer sind und wahrscheinlich von dort noch ein paar Meter bis zur „Carl Vinson". So weit fliegt ein Hubschrauber nur bei dem Springer-Blatt BZ. BILD - aus dem gleichen Verlag - ist da klarer und liefert auch gleich das visuelle Kunstwerk der Bestattung (wahrscheinlich gibt es keine Digitalkameras auf dem Flugzeugträger). Um 9:32 (MEZ!) soll Bin Laden „bestattet" worden sein - so bei einer kleinen Feier im engsten Familienkreis und man bat von Beileidsbekundungen Abstand zu nehmen. Alles Zack-Zack.„Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt." Ach, da hat sich unser Seibert nur ein (freud'scher?) Tippfehler geleistet? Bin mal gespannt, wie die Märchen aus 1001 Nacht weitergehen. Was kommt nach dem Kapitel „Osama und die 40 Al Qaidas"? Der Flaschengeist?
Aber mal im Ernst an alle die, die alles glauben was man ihnen erzählt:
1) Ein DNA-Test dauert - je nach Genauigkeit - mehrere Stunden, bzw. Tage.
2) Eine Vergleichsprobe muss vorhanden sein. Woher hat man die gehabt? Von der Tasse, mit der er einst bei Papa Bush noch gemütlich Kaffe trank?
3) Kein arabisches Land wäre bereit gewesen, Bin Laden zu beerdigen ("finding a country willing bury the body would have been difficult"). Da hat man nachts alle Staatschefs angewählt und keiner ging ans Telefon?
4) Blöd, dass es keine Handies oder Digicams gibt, sonst hätte man noch schnell ein richtiges Foto machen können und bräuchte nicht auf alte Fakes zurückzugreifen. Aber mit Photoshop kann man schon einiges machen - das läßt hoffen.
Drohvideo - Do it yourself
Wer mal ein Drohvideo von Al Qaida sehen will, der klicke hier auf das eingebettete Video. Sehr überzeugend gemacht. Mann sollte mal einen Wettbewerb ausloben, wer das schönste Terrorvideo macht. Der Kartoffelkeller als Hintergrund mit Gitterstäben, so stellt man sich ein Talibangefängnis in Afghanistan vor. Dann ein Kartoffelsack über den Kopf und los geht es. Wer eine Uraltkamera hat, ist im Vorteil. Dann die VHS-Bänder noch anschließend kräftig verknittern, da weiß jeder, aha, das ist echt, denn in den wilden Bergen passiert das schon mal. Vermisst habe ich bei diesem Video ein Osama-Poster an der Wand und eine Halbmondflagge. Die Location war schon ganz gut, aber ein bisschen mehr sollte man schon für das Interieur anlegen. Eine an der Wand hingestellte Kalaschnikow würde stark zur Glaubwürdigkeit beitragen. Das ganze dann von zu Hause aus in Youtube einstellen und dann die Zeit stoppen, wie lange es dauert bis eine Hundertschaft das Haus umstellt hat. Aber dafür hat man einmal die ganze deutsche Presse gehabt und die Polizei ist stolz, dass sie einen großen Terroranschlag verhindert hat.Schlimm, dass die ganze Mainstreampresse ohne Gehirn und Verstand schreibt, oder so schreibt, wie sich der deutsche Michel den Terror vorstellt. Nach so einem Bericht hätte Henry Nannen den Redakteur persönlich an die Luft gesetzt und die „Täter" hätte man damals ins „Irrenhaus" gesperrt. Heute stürzen sich Heerscharen von Sicherheitspolitikern, Medien und Islamophobiker auf jeden Scheiss.
Nachdem ich das geschrieben hatte, wurde uns als Täter ein 18-jähriger Kameruner präsentiert (wusste gar nicht, dass der so gut arabisch sprechen kann). Jetzt ist er auf einmal Einzeltäter und bekloppt. So schnell werden aus Al Qaida-Leuten Irre. Wie schön wäre es, wenn aus Irren so schnell Redakteure werden würden.
Gedruckter Blödsinn
(Leider ist mein beschissenes Data-Becker Programm nicht in der Lage eine ordentliche, lesbare Formatierung zu erzeugen. Beim Abspeichern haut das alles wieder durcheinander. Deshalb bitte Nachsicht)
Meine Schnellanalyse der Internetmeldungen zu den Tonerkartuschenbomben führt - wer hätte das von mir anders erwartet, zum Armutszeugnis der Medien - weltweit, wie ich sehr leicht beweisen kann:
BILD: Beide Pakete waren adressiert an Synagogen in Chicago (USA), sollten nach Expertenansicht aber unterwegs in den Flugzeugen per Handy-Signal gesprengt werden.
1) Habe keine Ahnung von der Reichweite von Handysignalen, aber so viel ich weiß, bekommt man kein Handysignal in einem Flugzeug (was ich feststellte, als ich mein Handy verbotenerweise mal nicht ausgeschaltet hatte).
2) Wenn ich ein Flugzeug in der Luft sprengen will, dann adressiere ich bestimmt kein Päckchen an eine jüdische Synagoge. Was war denn nun das Ziel, das Flugzeug oder die „Jüdischen Einrichtungen"?
DIE SÜDDEUTSCHE: Obwohl das Paket erst nach der Zwischenlandung in Köln entdeckt wurde, verbuchte de Maizière den Bombenfund in England als deutschen Ermittlungserfolg. Der entscheidende Hinweis kam nach seiner Darstellung vom Bundeskriminalamt. Die deutschen Sicherheitsbehörden hätten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag «von einem befreundeten Dienst» den Hinweis bekommen, dass in an die USA gerichteten Paketen Sprengstoff sei. Das Bundeskriminalamt habe dann sofort die Ermittlungen aufgenommen, die Nummer des Pakets ermittelt und an die britischen Behörden weitergegeben.
DIE WELT zum gleichen Thema: Deutsche Behörden seien in der Nacht zum Freitag von einem befreundeten Geheimdienst auf das Luftfrachtpäckchen mit dem Sprengstoff hingewiesen worden. Obwohl das Bundeskriminalamt nach seinen Angaben die in Köln umgeladene Sendung aufspürte, konnte sie nicht mehr gestoppt werden. Das Paket hatte den Angaben zufolge bereits eine halbe Stunde zuvor Deutschland wieder in Richtung Großbritannien verlassen.
UPS, wenn überhaupt durch sie versandt (was die Offiziellen in Jemen bestreiten), scannt alle Pakete und man kann im Internet nachgucken, wo das Paket gerade ist. Welche tolle Leistung das BKA vollbracht hat, müsste mir jemand erklären. Die Päckchen waren doch schon unterwegs. Die haben die Nummern nach England weitergeleitet, oder was? Der de Maizière wollte da einfach mal ganz link Sympathiepunkte abmelken. Dem "befreundeten Dienst" ist das aber mit den Päckchen reichlich spät aufgefallen. Wie so eigentlich so spät. Wie kam man denn darauf? Darüber findet man nichts in der Presse.
RHEINISCHE POST: Die jemenitischen Behörden beschlagnahmten mehr als zwei Dutzend verdächtige Pakete und nahmen eine junge Frau fest, deren Handy-Nummer auf einem Paketschein für ein Sprengstoff-Päckchen gefunden wurde.
Die Frau wollte anscheinend wahrscheinlich anschließend angerufen werden, falls die Päckchen unterwegs explodiert wären, um dies ihrer Versicherung zu melden. Wie beknackt ist denn diese Meldung? Mittlerweile sind sie ja auch drauf gekommen. Schade, dass erst nach dem Verfassen der Meldung der Verstand einsetzt.
SPREADNEWS.DE: Die bereits gestern gefundenen zwei Bomben waren scheinbar nicht die Einzigen. Bei Ermittlungen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurde noch mehr Post mit eventuell explosivem Inhalt gefunden. Scheinbar gibt es eine größere Lücke bei der Luftfracht. Momentan werden die 24 Pakete auf Sprengstoff untersucht, ein Ergebnis ist noch nicht bekannt.
Wer bietet mehr? Alle mit der gleichen Handynummer? Was war mit den anderen Päckchen?
STERN: Die Paketbomben aus dem Jemen stehen offenbar im Zusammenhang mit dem Anschlagversuch auf ein US-Passagierflugzeug am ersten Weihnachtstag 2009. Die in der Nacht zum Freitag in Frachtflugzeugen mit dem Ziel USA entdeckten Pakete mit funktionsfähigen Sprengsätzen seien von demselben Bombenbauer zusammengesetzt worden, der auch die Bombe gebaut habe, die ein Nigerianer vergangenes Jahr in seiner Unterwäsche eingenäht an Bord eines Flugzeugs geschmuggelt hatte, sagte der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, am Sonntag dem Fernsehsender ABC. Darauf deuteten "kriminaltechnische Analysen" hin.
Besagter Nigerianer war der bekloppte "Unterhosenbomber", das Millionärssöhnchen Omar Farouk Abdulmutallab, der damals für alles zu doof war. So schnell analysiert der Terrorberater von Obama. Bei der Qualität seines Personals wundert es mich nicht, dass der Präsident so manches in den Sand setzt.
DIE WELT: Der Inhalt der Pakete war unklar, laut US-Bundespolizei FBI handelte es sich nicht um Sprengstoff. Die Ermittlungen sollen klären, ob es sich um einen Testlauf für Briefbombenanschläge der Terrororganisation al-Qaida handelt. "Dies ist eine Möglichkeit, wir können es aber noch nicht definitiv sagen", sagte ein Sicherheitsbeamter. ... Wie aus Regierungskreisen verlautete, entdeckten die britischen Behörden bei routinemäßigen Sicherheitschecks ein verdächtiges Paket in einem Frachtflugzeug. In dem Paket befand sich eine umgebaute Tonerkartusche, an der Drähte und weißes Puder angebracht waren. Das Paket wurde den Angaben zufolge auf Sprengstoff untersucht, die Tests fielen aber negativ aus.
Wahrscheinlich hat man da erst mit Niespulver geübt. Oder hat Vielleicht ein Geheimdienst die Kontrollen testen wollen, das soll es ja auch geben?
BILD: Nach dem Fund zweier Paketbomben in England und Dubai kam am Wochenende heraus: Die in Dubai entdeckte Bombe flog gar nicht per Frachtflugzeug - sie war nacheinander mit zwei Passagierflugzeugen transportiert worden!
Konfuzius hätte es auch nicht besser formulieren können. Was jetzt?
Die kleine Auswahl von total sinnlos nachgeplappertem Zeug zeigt, dass in unseren Medien keiner mehr sitzt, der nachdenkt, nachfragt oder schlicht schreibt, welch hirnloser Stuss über die Agenturen verbreitet wird. Wer meint, dass die TAZ eine rühmliche Ausnahme wäre, der kann hier nachlesen, dass auch sie den geistigen Dünnschiss über Deutschland auskippt. Wo bleiben da die Säzzer? Bei all diesem Schwachsinn bleibt aber ein fader Beigeschmack. Die Hysterie hat aber auch Zahlen, die man hier nachlesen kann. Danke an Infokrieger, der in die gleiche Kerbe haut. Hätte ich diesen wunderbaren Artikel früher gelesen, hätte ich mir meinen Senf sparen können. Ist das nicht schön, hier mit der Bin-Laden-Gasse 13? Berichterstattung, bzw. Hinterfragung könnte auch so aussehen: Obama weiss es besser als die Experten in England. Wat mutt, dat mutt
Bald fällt der Himmel runter …
… und alle Spatzen sind tot. Ja, man hält uns schon ganz schön für blöd. Das Terrornetzwerk Al Qaida muss mal wieder herhalten, damit Obama bei den Wahlen am Dienstag nicht ganz abkackt (hätte er seine Wahlversprechen mal in die Tat umgesetzt und die Kriege beendet – für die er sinnigerweise den Nobelpreis im Vorgriff bekam, dann hätte er besser da gestanden. Yes, he can nix). So bekommen wir mal wieder ein Spätzchen auf die Backen gemalt. Wer erinnert sich noch an diesen Blödmann, der uns vor einem Jahr präsentiert wurde? Da wird ein Anschlag von langer Hand vorbereitet und der scheitert daran, dass dieser Junge zu blöd ist, den Zünder mit der Sprengladung zusammenzustecken und das erst kurz vor der Landung? Jemals wieder von ihm was gehört? Jetzt werden „Probebomben“ verschickt, um zu testen, dass die richtigen eine Woche später ihre Adressaten finden? Vielleicht sind die Bombenbastler schon mal in London Heathrow gewesen und haben festgestellt, dass dort alle Koffer verschwinden? Nur so hätte diese Schwachsinnsmeldung einen nachvollziehbaren Hintergrund. Ferner müsste man mir erklären, weshalb man Anschläge auf israelische Einrichtungen nicht von der USA aus macht? Die Hauptverdächtige, eine Studentin aus Sanaa, ist ja schon identifiziert, die ihre Handynummer bei der Paketabgabe hinterlegt hat, damit man sie sofort informieren kann, falls die Päckchen nicht ankommen sollten. Der Drahtzieher wurde ja sofort ausgemacht: es ist Ibrahim Hassan el Asiri, der Sprengmeister von Al Qaida. Mit diesen stümperhaften Leistungsnachweisen bekäme der nicht mal einen Job in einem deutschen Steinbruch. Wenn das ein Terrornetzwerk sein soll? Na ich weiß nicht. Vielleicht sollte ich meine Hosen mit der Kneifzange anziehen?Das ist eine der Gründe, weshalb ich motzblogge. Keine einzige Zeitung schreibt da mal was kritisches zu dieser Art von Horrormeldungen, die uns so ab und an serviert werden, damit wir wissen, weshalb der militärisch-industrielle Komplex die Milliarden verbrettert. Ich warte schon mit Spannung auf das nächste Video von Bin Laden - oder bis ein Sack Reis in China umfällt.