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Samstag, 19. Mai 2012

Relegation so lange, bis Berlin gewinnt?

Wer das Spiel gesehen hat, der war von den Bildeindrücken betroffen. Das darf es doch nicht geben, oder? Die Chance hatte Hertha BSC sogleich erkannt und nach dem Strohhalm gegriffen. Wer weiß, wie schlechte Anwälte so arbeiten, der wundert sich über die unschicklichen Formulierung des Herrn Christoph Schickhardt nicht: „Die Spieler hatten Todesangst" - wie ich vermute, eher beim Anblick des Balles, wenn man die fußballerische Leistung der Hertha so erfolgt hat. Was dieser „Anwalt" so absondert, ich weiß es nicht.

Berlin wäre die einzige Hauptstadt Europas, die nicht in der ersten Liga vertreten ist. So wird Stimmung gemacht. Man hat 1965 die Bundesliga um zwei Mannschaften erweitert, nur damit Hertha nicht abzusteigen brauchte. Jetzt wird am Montag der DFB sich voraussichtlich wieder auf die Berliner Seite schlagen. Dann ist Tür und Tor geöffnet für jede Randale. Falls das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, dann wird kurzerhand das Spielfeld gestürmt. Hier ein Kommentar dazu, der alles auf den Punkt bringt. Als Kaiserslautern 1991 im letzten Spiel in Köln das 6:2 schoss, wurde ebenfalls der Platz geflutet, obwohl das Spiel noch keine 90 Minuten voll hatte. Damals hatten sich alle Verantwortlichen auf den Abpfiff geeinigt, weil das Ergebnis bereits so deutlich war. Ich wünsche der Fortuna Fortüne.

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