Mittwoch, 28. Juli 2010

Let's make MONEY

Gestern Abend lief einer der besten Filme, die ich je im Fernsehen gesehen habe. Der Film „Let’s make MONEY“ von Erwin Wagenhofer. Wer nach diesen 90 Minuten noch an unsere heile Merkel/Westerwelle/Schröder-Welt glaubt, der ist beratungsresistent. In eleganter, aber sehr eindringlich-drastischer Form (nicht so holzhammermäßig wie ich es manchmal tue) wird der Segen unserer neoliberalen Gesellschaft dargestellt. Da lernt man, dass der Krieg nur die allerletzte Maßnahme ist, wenn jemand im Spiel der Enteignung der Allgemeinheit zu Gunsten einiger wenigen nicht mitspielt. Saddam könnte noch in großem Reichtum leben, wenn er nicht Öl in anderer Währung statt US-Dollars verkauft hätte. Das kommt in diesem kurzen Clip zur Sprache, der Euch zwei Minuten Eueres Lebens wert sein sollte. Der Film ist kein verschwörungstheoretisches Machwerk, sondern lebt von der Realität – ohne Oberlehrerkommentare. Dieser Film hat 2009 den Deutschen Dokumentarfilmpreis bekommen – mehr als zu Recht.  

 

Meine Seite ist derzeit zeitweise nicht zu erreichen. Ich bin mal wieder Opfer der EDV-Experten, die die Server-Performance einfach nicht in den Griff kriegen. Da wird gerescuet, abgebackt und sonstige in chinesisch formulierte Taten vollbracht – rund um die Uhr und das schon seit Wochen. Wer mIch nicht bekommt, der kann hier nachgucken, was los ist. Aber Geduld muss man schon aufbringen. Bis der aktuelle Status angezeigt wird, vergehen Minuten!

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Montag, 26. April 2010

Die EU und der attische Seebund

Ich habe mir diesen Wikipedia-Artikel nicht reingezogen, weil er mir zu lang ist, aber da ich noch Abitur in einem südlichen Bundesland machte, und in meinem Jahrgang das auf Anhieb nur 7% schafften (ich weiß, das klingt elitär, aber ich halte nichts davon, dass alle studieren – und sei es nur Raumreinigung – und jeder, der lesen kann, gleich zum Akademiker hochsterilisiert wird), habe ich vom attischen Seebund noch was in der Schule gehört. Nebenbei: in welchem Lehrplan in irgendeinem Bundesland in irgendeiner Schulkategorie, lernt man noch was vom attischen Seebund? Jetzt bin ich beim Thema. Das Problem mit der EU ist der Geschichte des attischen Seebundes sehr ähnlich. Am Anfang war da eine kleine, aber feine Gemeinschaft und da diese immer mehr Trittbrettfahrer aufgenommen hat, war am Schluss jeder der wollte, Mitglied im Seebund – bzw. der EU, und das war dessen, deren Untergang. Fazit: Wenn alle das Abitur schaffen, kann es nichts mehr besonderes sein. Golf wird ja auch nicht gespielt, weil es so ein tolles Feeling ist, einen kleinen Ball in ein kleines Loch zu befördern, sondern zum Zwecke der sozialen Differenzierung. Mit anderen Worten: Golf wird nur gespielt, weil es sich manche nicht leisten können. Viele würden da gerne auf Polo umsatteln, aber da machen die alten Knochen nicht mit. Also gibt es Clubs, die mittels horrender Mitgliedsbeiträge die Parvenus fernhalten. Wenn das noch immer sehr elitär klingen sollte, dann betone ich hier ausdrücklich, dass ich bezüglich der Entlohnung einen ziemlich egalitäteren Standpunkt vertrete. Die Spanne zwischen den Ackermännern und deren Reinigungskräften finde ich im höchsten Maße skandalös.

Wieder zurück zur EU: Wenn die Mehrheit der EU-Länder sich aus Fußkranken zusammensetzt, die nur eins wollen, nämlich Fördergelder kassieren, um damit dann Unternehmen aus den „Altländern“ anzulocken, dann passiert am Ende das, was mit dem attischen Seebund passierte. Ach, noch was: der attische Seebund wurde in Griechenland gegründet. Damals achtete Athen noch sehr sorgfältig darüber, dass die Talente flossen. Und ein großer Unterschied zur EU gab es doch: Wer nicht spurte, wurde geschliffen. Würde man die Kriterien des attischen Seebundes an Griechenland anlegen, würden demnächst EU-Heere aufbrechen und Griechenland schleifen. 

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Freitag, 23. April 2010

Avatar und Afghanistan

Bei alten Leuten dauert ja manches etwas länger, aber was ist Zeit in der Unendlichkeit des Universums? Wir waren am Wochenende in Avatar, dem teuersten Film aller Zeiten, der auch die meiste Kohle aller Zeiten bis jetzt eingespielt hat. Eher war meine Motivation, da rein zu gehen, die 3D-Effekte. Um den Inhalt habe ich mir keine Gedanken gemacht. Ich habe seichten Hollywood-Kitsch erwartet. Um so mehr war ich erstaunt über den Film, der nicht nur tolle Effekte bringt und die Leidenschaft des Regisseurs James Cameron erkennen lässt (Tauchen), sondern nach den 160 Minuten, die wie im Flug vergehen, hat man den Afghanistankrieg kapiert. Dafür stehen hier zwei Zitate:

 

When people are sitting on shit you want, you make them your enemy. Then you're justified in taking it.

Wenn Leute auf was sitzen, was du haben willst, dann mach sie zu Deinem Feind. Dann hast Du die Rechtfertigung es Dir zu nehmen.

 

"Killing the indigenous looks bad, but there's one thing shareholders hate more than bad press and that's a bad quarterly statement."

Das Töten von Eingeborenen macht einen schlechten Eindruck, aber es gibt was, was die Shareholder noch mehr hassen als schlechte Presse, das sind schlechte Quartalszahlen.

 

Im Film sagt das so ein Fuzzie mit dem schönen Namen Parker Selfridge und wer Col. Miles Quaritch erlebt, kann sich da leicht General  Stanley A. McChrystal vorstellen. Dessen Namen werden wir so schnell nicht vergessen, vor allem dann nicht, wenn die Särge aus Afghanistan angelandet werden, und sein Name könnte Cameron erfunden haben. Geschichte ist manchmal zynisch.

 

Bei Wikipedia ist folgender Eintrag zu finden:

 

Einige konservative Kreise in den USA haben sich aufgrund der Handlung negativ über Avatar geäußert, so schrieb John Podhoretz in dem politischen Wochenmagazin The Weekly Standard: „‚Avatar‘ gehört zu den dümmsten Filmen, die ich je gesehen habe, er zeigt brutale US-Militärs im Kampf gegen edle Wilde - eine Konstellation wie in vielen Indianerfilmen." James Cameron habe „einen tiefen Antiamerikanismus, weil er die Zuschauer die Niederlage amerikanischer Soldaten herbeisehnen lasse."

 

Wir können nur jedem empfehlen, noch schnell in diesen Schundfilm zu gehen. 

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Mittwoch, 21. April 2010

Viel Asche und heisse Luft

Heute nur eine kleine Anmerkung zum Vulkan und zu dessen Auswirkungen. Was in der Zeitung steht, oder im Fernsehen läuft, das ist für uns die Realität. Diesen Eindruck haben wir. Daraus formt sich unsere Wirklichkeit. Die Negation ist, dass das, was nicht in der Zeitung steht, oder im Fernsehen nicht läuft, nicht stattfindet. Das ist ein ganz großer Trugschluss. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir eher gar nichts mitbekommen, was in der Welt läuft, liegt bei gefühlten 98%, aber nur bei denen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Bei denen, die sich vorwiegend mit diesen Meldungen versorgen, sinkt der Anteil auf 99,998%. Was uns in den Medien vorgesetzt wird, ist das, was uns eine Wirklichkeit vermitteln soll, weil die, die uns das vermitteln, wollen, dass das für uns zur Wirklichkeit wird. Das Haar (als Metapher für die geringe Nachrichtenmenge, die bei uns eintrifft) wird eingefärbt und wir assoziieren, dass da ein Kopf ist, mit 150.000 Haare, die so eingefärbt sind, wie das einzige Haar das wir sehen. Aber wir haben nur ein Haar gesehen. Als Hobbyzauberer weiß ich, dass sich Erwachsene durch vermeintliche AssAssoziationsketten wesentlich leichter manipulieren lassen als Kinder (siehe Bilder). Wie die Karten in Realität aussehen kann man hier nachgucken. Warum bringe ich das?Drei Auf der Welt passieren täglich unheimlich viele Dinge (ich meine nur die Natur, ohne anthropogenen Einfluss), die uns keiner erzählt. Die Welt eiert also nicht einfach so vor sich hin und wartet schon gar nicht auf die Al Gores oder Pachauris um gerettet zu werden, sondern handelt analog wie die Werbung bei Hagebaumarkt: sie macht ihr Ding. Was sie so macht kann hier mal nachgesehen werden. Das täglich und 24 Stunden (die Kringel sind nicht älter als 14 Tage!). Wie hieß der kleine Vulkan, der alles trocken legt?

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Dienstag, 20. April 2010

Ramsauer, flieg!

Wer für dieses bescheuerte Flugverbot verantwortlich ist, möchte ich auch gerne wissen. Falls es dieser Ramsauer ist – jo mei, wos wuillsd vun dem erwoarde, oder sind das die EU-Verkehrsminister, wo sich jeder hinter dem anderen verstecken kann? Aber weshalb ist dann Österreich ausgeschert? Weil der Niki Lauda sonst persönlich denen die Ohren abgerissen hätte? Es ist ja schön, wenn man sich um die Flugsicherheit kümmert, deshalb spiegelt die Äußerung des FDP-Experten Horst Friedrich, zitiert in diesem Artikel, eher das geistige Niveau dieser Partei wider (von was ist der Experte?), als dass es hilfreich in der Sache wäre. Aber was sich da gestern abgespielt hat, war Realsatire. Ich habe mal den Flughafen Moskau angeklickt und festgestellt, dass da alle Flüge planmäßig durchgeführt wurden – außer denen in die EU. Das war nicht nur in Moskau der Fall, sondern auch in Reykjavik und in Oslo, die beide näher am Eyjafjallajökull liegen. Da hat sich gezeigt, dass die Norweger mit ihrer Anti-EU-Entscheidung richtig lagen. Werden wir von Bekloppten gesteuert? Man hat das Gefühl, dass die Berechnungen auf den Computern der Klimaweltuntergangsapologeten, bei mir hier oft als Klimaschwindler tituliert, durchgeführt wurden. Dass die Airlines das ganze nicht verstanden, das kann ich verstehen, denn da geht es ja um richtiges Geld, aber alle, die selbst fliegen, haben auch nur den Kopf geschüttelt und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein gut bezahlter Lufthansapilot sich selbst in Gefahr bringen würde. Noch nicht rausbekommen habe ich, wer von diesem Hype profitiert hat. Vielleicht wollte man mal wieder das Belastungspotential der Masse testen. Demnächst fallen die Flüge aus wegen Schweinepestgefahr im Luftraum.

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Montag, 19. April 2010

Bleibt mir vom Sack!

Ein Institution, die zweitausend Jahre alt ist, den Anspruch hat, auch der erste Global Player zu sein, soll jetzt alles falsch gemacht haben? Nach 2000 Jahren besinnt man sich auf Missbrauch? Meine klare Meinung: Die spinnen, die Katholiken. Da spielt ein Haufen alter Tattergreise, ringküssend, manche mit roten Schühchen, merkwürdigen Gewändern und seltsamen Kopfbedeckungen, Kerzchen, Duft- und Rauchwolken in speziell dafür errichteten Gebäuden unter Absingen von Liedchen mit eigenartigen Texten, in seltsamen Sprachen und Melodien, und die sollen keinen an der Waffel haben? Darüber hinaus: die Hälfte ihrer Mitglieder darf nicht mal aktiv daran teilnehmen, sondern nur zugucken und zahlen, weil ihnen ein Domspätzchen fehlt? Eigentlich der klassische Fall, um jemanden mindestens auf die Couch, wenn nicht in eine geschlossene Anstalt zu schicken.

 

Da regen sich Leute über Missbrauch auf, die eigentlich froh sein sollten, dass sie nicht ein paar hundert Jahre früher gelebt haben, denn da wäre denen im wahrsten Sinne des Wortes mal ordentlich Feuer unter dem Hintern gemacht worden. Nach 2000 Jahren haben die ersten erst den Mut, dagegen zu stänkern? Das sind doch arme Würstchen! Was haben denn Generationen vorher gemacht? Die haben sich geduckt - und das war gut so! Hat das denen geschadet? Im Mittelalter hat diese Altherrenrunde ordentlich aufgeräumt und alle Hexen verbrannt, die sonst heute noch ihr Unwesen treiben würden. Dank der heiligen katholischen Kirche wurde das Mittelalter besenrein der Neuzeit übergeben! Da wurde noch kurzen Prozess gemacht mit all den Kümmel- und sonstigen Türken. Da gab es noch keine Humanitätsdussel und Gutmenschen. Ein Moschee wurde da zum Pferdestall umgewidmet – und das auch ohne einen Ausländerbeiratsbeschluss. Die Kreuzritter haben sich mit Leuten mit Migrationshintergrund sehr kurz gefasst. Der Hirte hütete die Schafe, und wenn diese nicht spurten, dann kam der Hund und biss sie zurecht. Jetzt mucken diese Schäfchen gegen ihre Hirten auf, die sie jahrelang auf einer grünen Aue weiden ließen und von denen sie zu frischem Wasser geführt wurden? Hieß es da nicht auch „Dein Stecken und Stab trösten mich“? Ich wiederhole: STECKEN und STAB! Jetzt auf einmal soll das nicht mehr gelten? Was sind denn das für Zustände?

 

Nach 2000 Jahren regen sich eine Handvoll Leute über diese Doktor- und SM-Spielchen dieser seltsamen Organisation auf? Was haben die denn alle vorher gemacht? Wo waren die denn, als das alles noch viel taffer zuging? Bleibt mir vom Sack, ihr larmoyanten Weicheier! Lasst stecken!

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Freitag, 16. April 2010

… , 36, 39, 43, wer reizt weiter?

Jetzt rollt sie wieder durch Deutschland, die Betroffenheitsorgie. Bei den vorletzten drei kam noch, wenn auch ungern, die Bundeskanzlerin. Wie sieht es diesmal aus? Da in NRW Wahlen sind, wird sie es sich nicht nehmen lassen und auch den anstehenden Trauertermin noch persönlich wahrnehmen. Danach wird bestimmt delegiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es in der Hierarchietreppe weiter nach unten geht. Vielleicht gibt es dann Jubiläen zum hundertsten, oder? Unser Freiherr könnte ja gleich da unten bleiben, um permanent Trost und Zuspruch zu spenden, oder noch besser, er könnte es so wie seine Vorfahren machen, die in der ersten Reihe die Landsknechte in die Schlacht geführt hatten.  

 

Sinnlosigkeit rational zu erklären, das wird von der Politik immer wieder versucht, aber die archaischen Strukturen mit mehr Panzer und Haubitzen in Klumpen zu schießen, dokumentiert eher die Hilflosigkeit und ist auch kein Ersatz für den fehlenden politischen Sinn des afghanischen Abenteuers. CNN zählt hier die Gefallenen (Helden) für die Freiheit mit (nicht so aktuell). Wer sich auf die deutschen Opfer beschränken will, der wird hier fündig (top-aktuell). KIA ist da nicht eine Automarke, sondern heißt "Killed in Action": gefallen. Vielleicht sind das aber gar keine Toten, sondern nur Soldaten in einem todähnlichen Zustand? Bis Ende des Jahres sollen Ergebnisse messbar (was ist das denn?) werden, sagt unser Freiherr. Bis dann … , 46,  48, 50, 55? So wird nur im Skat gereizt.  

 

Oder wie wäre es, wenn wir unser Engagement auf österreichisches ISAF-Niveau absenken würden? Wie hoch das ist, kann man hier erfahren.  

 

Übrigens: Hier sind Meinungsumfragen über den Afghanistaneinsatz aus verschiedenen Länder veröffentlicht. Falls ich richtig gelesen habe, sind nur die Amis mehrheitlich dafür. Die respektieren wenigstens den Mehrheitswillen ihrer Bevölkerung. Die anderen machen was sie wollen – deswegen ist die holländische Regierung bereits abgewählt, im Mai wird das in England der Fall sein und bei uns? Ja Steinmeier, das ist der Fluch der bösen Tat, die in NRW fehlende Stimmen kostet, Du bist auch überfällig. Dabei hat die Partnering (geiles Wort)-Strategie der NATO noch nicht mal angefangen. Ab dem Sommer werden dann die Verluste sprunghaft ansteigen und das wird höchstens noch als Kurzmeldung, wenn sonst nichts zu vermelden ist, in der Tagesschau erwähnt. Im Osten nichts Neues, oder ein anderer Klassiker: Hunde wollt ihr ewig leben?.

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Donnerstag, 15. April 2010

Sammelsurium

Bei meinem Senf bezüglich des Einkommens von Putin, habe ich auf ein Polskaweb verlinkt und beim Schmökern auf dieser Seite ist meinem Freund Karli aufgefallen, dass da auch eine Verschwörungstheorie entwickelt wird, die ich nicht vorenthalten will. Das neueste hier. Ab dann müsst ihr auf dieser Webseite weiter suchen. Man merkt förmlich die Liebe beider Völker zueinander.   

 

Zum Thema Mafiöse Strukturen im Gesundheitssystem fiel mir heute diese Meldung auf. Wieder einige „Leistungsträger“ unserer Gesellschaft, die den Hals nicht voll kriegen können. Wie man in diesem Artikel liest: Nur die Spitze des Eisbergs. Da wird nicht nur hemmungslos betrogen, sondern auch mit der Gesundheit der Menschen gespielt. Gemeinhin bekannt als Körperverletzung. Falls es diesen Straftatbestand nicht gibt, dann sollte er eingeführt werden: Schwere Körperverletzung aus Profitgier und er wäre hinsichtlich des Strafmaßes mit Raubmord gleichzusetzen.   

 

Jetzt noch eine freche These zum Abschluss (ich entschuldige mich gleich jetzt bei den wenigen, für die das nicht gilt) : Auf jedem Golfplatz  sollten verdeckte Ermittler eingesetzt werden, denn dort ist das Biotop für die Verbrecher aus besseren Kreisen. Dagegen ist unser immer wieder gern genommener Arno Dübel ein bedauernswertes Würstchen. Nebenbei: Wer Arno Dübel googelt bekommt 168.000 Ergebnisse. Wer Apothekermafia googelt, nur 166 (demnächst durch meinen Eintrag eines mehr), davon will ich eine Fundstelle noch hier empfehlen.

 

Noch ein Witz: Muss eine Kartoffel neben einem König begraben werden? Ich hoffe nur, dass dem Köhler Horst nichts passiert, sonst käme womöglich noch einer auf die Idee und packt ihn neben die acht Kaiser und Könige im Dom meiner Geburtsstadt.

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Dienstag, 13. April 2010

Lasst uns für Putin sammeln

Diese Meldung: „Putin verdient 98 700 Euro im Jahr“ auf der ersten Seite meiner geliebten Tageszeitung brachte mich gleich morgens in Rage. Ich kann ja verstehen, dass es billiger ist, eine AFP Meldung kommentarlos abzudrucken, als eigene Recherche zu betreiben. Aber unser Käsblatt reiht sich ein in die Menge der anderen Käsblätter, zu denen ich in letzter Zeit auch die Süddeutsche zähle, die ebenfalls den Schwachsinn kommentarlos meldete. Das schlimme daran ist, dass hier ein Eindruck vermittelt wird, als sei das alles richtig und fast ist zu befürchten, dass unsere Gutmenschen anfangen für Putin zu sammeln, weil der weniger verdient als ein deutscher Landarzt mit schlechter Praxis. Mir zeigt diese Meldung, dass wir hier noch nicht begriffen haben, wie das „System Russland“ funktioniert. Garri Kasparow, der ehemalige Schachweltmeister hat Don Putin in diesem Tagesspiegel-Artikel mal beschrieben. Kein Wunder, dass sich das der Kleinverdiener Putin nicht gefallen liess und kurzen Prozess mit ihm machte (Achtung Satire!).  

 

Zur weiteren Lektüre, die ich auch den Qualitätsjournalisten o.g. Blätter empfehle, wenn sie sich schon nicht die Mühe machen und Europas reichster Mann Putin googeln:  

 

Hier von den neuen Freunden Russlands, der PolskaWeb, hier, da bin ich mir nicht sicher, ob das satirisch gemeint ist, oder nicht und hier.

 

Wenn mir vor zehn Jahren einer gesagt hätte, ich würde einmal den Philosophen André Glucksmann zitieren, den hätte ich, was weiß ich …, aber sein Artikel bringt es auf den Punkt. Monsieur Glucksmann, Chapeau!

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Montag, 12. April 2010

Betroffenheitsgesellschaft

Ich bin tief bestürzt über die vielen, die tief bestürzt sind über den Tod der „Kartoffel“ Lech Kaczyński, der alles andere als ein „beliebter“ Politiker war, weder bei den einen, noch bei den anderen. So lügen sie alle wieder, und wieder ist einer gestorben, der unersetzlich ist. Über Tote sagt man nichts schlechtes, aber muss man deswegen gleich was gutes sagen? Man könnte das ganze auch sachlich und nüchtern sehen. Für Polen ist das eine Chance, mal einen Präsidenten zu wählen, der nicht in alle Fettnäpfchen tappt und intellektuell mal mehr drauf hat als ein ländlich, einfach gestricktes katholisches Weltbild. Apropos Fettnäpfchen: Die gibt es in diesem Trauerfall sehr zahlreich und viele die sich darin suhlen. So titelt der STERN: Hoffentlich war nicht Russland Schuld und der unvermeidliche Lech Walesa spricht von Katyn 2. Der Flugzeugabsturz zeigt Verlogenheit, Stillosigkeit, die Grenze des guten Geschmacks und man stellt fest, dass in unserer Medienlandschaft leider der Superlativ zur Standardform der Komparation geworden ist und Sachen, die sich überhaupt nicht bewegen, auf einmal gelähmt sein können. So titelt unsere glorreiche Zeitung (Aachener Nachrichten): Das Unglück lähmt ganz Polen. Mich bringt dagegen dieser Schwachsinn zum bloggen. Ich wünsche eine schöne, betroffenheits- und bestürzungsfreie Woche.

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