Mein Maizitat:

Eine gute Ehe ist eine, in der man harmonisch miteinander streitet.

 

Anita Ekberg (*1931), schwedische Schauspielerin

Motzbloggers Welt

Warum wird motzgebloggt?

Heute müssen alle sparen. Früher muss das mal anders gewesen sein, aber da waren auch Züge pünktlich, die Briefe erreichten am nächsten Tag ihren Adressaten und wenn einem was nicht passte, da konnte man sich noch bei echten Menschen beschweren und hörte kein "Bitte warten", weil es Hotlines noch nicht gab.

Und da alle sparen, machen das auch die Medien und Zeitungen, die Redakteure sind (bald) alle entlassen und die, die noch da sind, schreiben voneinander ab. Es gibt (bald) nur noch eine veröffentlichte Meinung und die Phalanx der politisch-korrekten Journalisten und Politiker bestimmt im orwellschen Sinne, was gedacht werden darf. Das war zu Zeiten der Inquisition auch nicht anders. Willy Brandt bezeichnete das Metier als "Randfiguren der holzverarbeitenden Industrie", das er als politischer Journalist mal ausgeübt hatte. Die Ideale der französischen Revolution und die Errungenschaften der Aufklärung werden zur Zeit unter den Teppich gekehrt oder weggepackt. Journalistische Qualität ist selten geworden. Das Warum erklärt Schumann hier. Dessen Vortrag über den Zustand unserer Demokratie müsste zum Pflichtprogramm in den Schulen gehören oder dieses kleine Video von Prof. Jörg Becker ansehen, der die Manipulation durch die Medien erläutert und behauptet, dass die Berichterstattung schlechter ist, als sie es vor 30 Jahren war.

Dachte ich noch vor vierzig Jahren, dass das mit den Religionen endlich ausgestanden ist (da hatte die F.D.P. noch ein "Kirchenpapier" und das geistige Niveau dieser Partei war bestimmt durch das intellektuelle Niveau eines Dahrendorfs, Maihofers oder Flachs. Heute ist es nur noch flach), stelle ich mit Erschrecken fest, dass die Unterwanderung der Gesellschaft mit okkulten Dingen immer mehr zunimmt. Dazu zähle ich alle Welt- und Randgruppenreligionen, die uns auf dem Weg zum eigenverantwortlichem Handeln nicht weiterbringen.

Da es kaum noch klare, freche und politisch unkorrekte Artikel zu lesen gibt, habe ich mich dazu entschlossen genau das zu schreiben, was ich gern lesen würde. Als gelernter Volkswirt, der bei den besten Professoren studiert hat, bin ich besonders zornig, wenn Kollegen ihr besseres Wissen über Bord werfen und sich als Hofnarren den Mächtigen zur Verfügung stellen.

Ich schreibe also meine eigenen Artikel und teile meine Gedanken anderen mit. Ein klein wenig mit der Hoffnung, den einen oder anderen zum selbstständigen Denken zu ermutigen. Nebenbei: ein bißchen Feedback erfreut auch mich.

Wer sich über das schöne Porträt wundert, der soll mal „Red Nose Day" googeln. Wer dazu noch einige meiner Einträge über Charity liest, der versteht dann, weshalb ich zwingend eine rote Nase haben muss.